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Wir wollen unser starkes Auswärtsgesicht auch zuhause zeigen!

ThSV Eisenach empfängt am Samstag Bayer Dormagen und will mit vielen Zuschauern im Rücken doppelt punkten

Nach dem 4. Auswärtssieg in Folge ist der ThSV Eisenach ins Vorderfeld der Tabelle der 2. Handballbundesliga der Männer geklettert, rangiert aktuell auf dem 7. Tabellenplatz. Am Samstag, 09.04.2022 will das Team um Trainer Misha Kaufmann, Kapitän Peter Walz und Torjäger Fynn Hangstein im Heimspiel gegen den TSV Bayer Dormagen die Punktebilanz aufstocken (Anwurf um 19.30 Uhr).

Wir wollen unser starkes Auswärtsgesicht auch zuhause zeigen, betont Misha Kaufmann im Vorfeld der Partie.

Ihn plagen zu Wochenmitte einige verletzte und erkrankte Spieler. Beim 30:27-Erfolg in Emsdetten ging es heftig zur Sache. Wer am Samstag aufläuft, wird sich wohl erst vor dem Anpfiff entscheiden. Die zwei Punkte sollen freilich auf der Habenseite verbucht werden. Doch Vorsicht, die Gäste stecken im Abstiegskampf, werden bis zum Umfallen kämpfen. Das Hinspiel im Bayer-Sportcenter fand erst kürzlich statt. Der ThSV Eisenach siegte am 1. März 2022 mit 23:21.

Der ThSV Eisenach hofft auf viele ihn unterstützende Fans. Mit der neuen Landesverordnung sind ab dem 2. April 2022 fast alle Corona-Vorgaben und -Auflagen in Thüringen entfallen. Auch für die Heimspiele des ThSV Eisenach gibt es ab sofort keine behördlichen Einschränkungen mehr. Der ThSV Eisenach hebt daraufhin alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen in der Werner-Aßmann-Halle für den Publikumsbereich auf.
Damit entfallen für die Zuschauer sämtliche Corona-Zugangsregeln. Für den Zutritt zum Thüringer Handballtempel ist nunmehr wieder lediglich eine gültige Eintrittskarte erforderlich. Die umfangreichen Kontrollen im Vorfeld der Begegnung entfallen vollständig. Es steht in der Eigenverantwortung eines jeden Zuschauers, zum Selbstschutz (oder zum Schutz anderer) weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz oder eine FFP2-Maske zu tragen.

Tickets sind im Vorverkauf erhältlich online unter www.thsv-eisenach.de und in der ThSV-Geschäftsstelle. Eintrittskarten können natürlich auch am Spieltag an der Abendkasse erworben werden.

Bayer Dormagen gab zumindest die rote Laterne ab
Zwei enorm wichtige Punkte für den TSV Bayer Dormagen am vergangenen Wochenende gegen einen bis zum Schlusspfiff kämpfenden VfL Lübeck-Schwartau – verbunden mit einer kleinen Bewegung im Tableau der 2. Handball-Bundesliga: Dank des 26:25-Erfolges gaben die „Wiesel“ die rote Laterne an den EHV Aue weiter und verbesserten sich in der Heimtabelle auf Rang 17. Um den Tabellenkeller aber tatsächlich zu verlassen, muss der TSV freilich auch auswärts den ein oder anderen Zähler holen. Er hat deshalb für Samstag die Revanche für die aus seiner Sicht überflüssige Heimniederlage gegen den ThSV Eisenach als Ziel ausgegeben.

Wir sprachen im Vorfeld mit Eisenachs Trainer Misha Kaufmann:
„Ich habe mit der Mannschaft 27 Punkte geholt, aber auch 15 verloren. Und das ärgert mich.“
„Wir müssen den Kampf annehmen, sonst geht es für uns nicht positiv aus“, hatten Sie im Vorfeld der Partie in Emsdetten erklärt. Ihre Mannschaft hat den Kampf angenommen und zugleich kühlen Kopf bewahrt?
Ja, wir haben den Kampf angenommen, als Mannschaft zusammengehalten. Die ersten 15 Minuten haben wir uns im Angriff versteckt, waren bis zur 10:6-Führung der Gastgeber von deren Härte beindruckt. Doch dann setzten wir die Zeichen, kehrten zu unserem Konzept zurück. Mit dem 7 gegen 6 erreichten wir einen 8:4-Lauf und kehrten ins Spiel zurück. Trotz des Sieges bin ich nicht hundertprozentig zufrieden, wenn unsere Abwehr nicht so gut funktioniert hätte, ein anderer Spielausgang wäre möglich gewesen.

Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung hoben Sie drei Spieler besonders heraus…?
Ich wollte mal jenen Anerkennung zollen, die nicht so im Rampenlicht stehen, für die Mitspieler schuften, „Drecksarbeit“ verrichten. Ich meine da nicht nur Ivan Snajder, Peter Walz und Daniel Dicker sondern auch Ante Tokic und Ruben Sousa. Sie finden viel zu wenig Erwähnung. Klar, wenn einer wie Fynn Hangstein viele Tore markiert oder unsere Torhüter viele Bälle parieren, werden sie immer erwähnt.

Sie sagen, Sie schauen nicht auf die Tabelle. Aber 29:25 Punkte, nach 2:10 bei Ihrer Amtsübernahme, sollten Sie schon ein kleines bisschen Stolz machen?
Hin und wieder blicke ich schon auf die Tabelle. Das ist nur eine Momentaufnahme. Die Entwicklung der Mannschaft, ihre Mentalität ist wichtig. Der Erfolg heute nutzt uns nicht viel, wir müssen zudem für ihn Miete zahlen. Ich habe mit der Mannschaft 27 Punkte geholt, aber auch 15 verloren. Und das ärgert mich.

Der blau-weiße Fan fragt, wo geht es mit seinem ThSV Eisenach in dieser Saison noch hin?
Wie sagt man so schön, wir sollten die Kirche im Dorf lassen, Demut zeigen. Wir sollten immer daran denken, wo wir herkommen. Künftig wird es nicht nur Siege geben. Auch Niederlagen tragen zur Entwicklung bei. Auch andere Mannschaften der Liga können Handball spielen, haben hohe Ziele. In dieser extrem ausgeglichenen Liga kann es ganz schnell ein Stück nach oben, aber ebenso schnell ein Stück nach unten gehen, von Platz 7 auf Platz 13 abrutschen. Von den noch 11 zu absolvierenden Partien wollen wir die Mehrzahl gewinnen, auf einem einstelligen Tabellenplatz die Saison beenden. Dazu gehört eine maximale Entwicklung, das Gesicht der Mannschaft weiter formen, Details richtig ansprechen. Wir wollen eine Mannschaft langfristig aufbauen, um unsere Ziele in zwei bis drei Jahren zu erreichen. Auf diesem Weg wollen wir unsere Fans, unser gesamtes Umfeld mitnehmen.

Nach Höhen folgten aber auch Tiefen, wie die 21:29-Heimniederlage gegen den abstiegsbedrohten TV Großwallstadt. Mit Bayer Dormagen kommt am Samstag erneut ein um den Klassenerhalt bangendes Team. Das Hinspiel fand erst am 1. Märt statt und endete mit einem 23:21-Erfolg Ihres Teams. Was geben Sie Ihrer Mannschaft für das Rückspiel mit auf das Parkett?
Eine spannende Frage. Im Heimspiel gegen Großwallstadt, unmittelbar nach den Auswärtssiegen in Dormagen und Lübeck, waren wir wohl zu selbstsicher, sind das Ganze zu locker angegangen, haben den kompletten Faden verloren. Wir sind am Samstag gut beraten, uns auf uns zu konzentrieren, aggressiv und die Zweikämpfe annehmen. Bayer Dormagen ist ein Team mit hoher spielerischer Qualität, sicher besser als der augenblickliche Tabellenplatz. Ich darf erinnern, dass Hinspiel im Bayer Sportcenter hätte auch anders ausgehen können. Wir wollen unser starkes Auswärtsgesicht auch zuhause zeigen!

Bayer Dormagen ist noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Wie würden Sie die „Wiesel“ charakterisieren?
Im Bayer-Jugendbereich wird seit vielen Jahren eine sehr gute Arbeit gemacht. Viele junge Spieler aus den eigenen Reihen stehen im Team mit etlichen guten Individualisten. Eine gute Abwehr, bissig und aggressiv, mit einem guten Torhüter kennzeichnen das Team. Wie bereits erwähnt, die Tabelle zeigt nicht die vorhandene Qualität. In der Liga kann jeden schlagen, für eine Überraschung sorgen. Wir wollen am Samstag nicht dazu gehören.

Wie sieht es für den Samstag personell aus?
Nach dem schweren Auswärtsspiel in Emsdetten, als alle körperlich besonders stark beansprucht wurden, haben wir mehrere angeschlagene Spieler, aber auch erkrankte, zu verzeichnen. Es ist zu spüren, die Saison geht in die Endphase. Die Knochen werden schwerer. Der gesamte Trainer- und Betreuerstab, insbesondere die Physiotherapeuten, sind gefordert. Es gilt die Belastung so zu regulieren, damit wir die noch ausstehenden 11 Punktspiele erfolgreich bewältigen.

Th. Levknecht

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