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Youngster Florian Müller mit 5 Treffer in 5 Minuten

Keeper Maximilian Steppan hat mit 22 parierten Bällen erheblichen Anteil am 34:27 (16:13) -Erfolg des ThSV Eisenach II beim SV Aufbau Altenburg

Eigentlich ging es um die „Goldene Ananas“, doch die Unparteiischen Dominic Große und Pascal Luhn hatten im Aufeinandertreffen zwischen den SV Aufbau Altenburg und dem ThSV Eisenach II mächtig zu tun. Drei rote Karten sind nur ein Beleg. Das Team mit der klar feineren Klinge setzte sich auch in der Höhe völlig verdient durch. Der ThSV Eisenach II verließ als 34:27 (16:13) -Sieger das Parkett der Schulsporthalle Süd-Ost. Der Sieg basierte zum einen auf einer stabilen Deckung im Zusammenspiel mit Keeper Maximilian Steppan sowie hohes Tempo, Passsicherheit und Kreativität im Vorwärtsgang. Beim Treffer von Karl-Marius Schnell zum 17:26 (42.) war die Partie bereits entschieden. Torhüter Maximilian Steppan parierte im zweiten Abschnitt 18 Bälle (insgesamt 22). Da versagten selbst die Altenburger Shooter Nico Bertus und Tony Kirmse. Gleich 4 Strafwürfe brachten die Hausherren nicht am 32-jährigen Keeper vorbei, der nach der Saison sein Intermezzo beim ThSV Eisenach II beendet.

Der Aufwand ist für mich einfach zu groß, begründet Maximilian Steppan seinen Abschied.

Qendrim Alaj als umsichtiger und torgefährlicher Regisseur

Wir haben gezeigt, dass wir richtig guten Handball spielen können. Wichtig, wir sind nicht auf die persönlichen Gefechte eingegangen, konstatierte Qendrim Alaj.

Der Kapitän dirigierte mit Übersicht, netzte selbst 7 Bälle ein, leitete manche technische Delikatesse ein. Er war Vorlagengeber zum Kempa-Treffer von Bastian Kemmler zum 1:2 (3.), traf selbst auf Vorlage von Florian Müller in Kempa-Manier zum 7:8 (14.). Sehenswert das Rückhandanspiel von Qendrim Alaj zum eingewechselten Ardit Ukaj, der dies von Linksaußen zum 11:14 nutzte (27.). Qendrim Alaj leitete nach Wiederanpfiff die Angriffszüge ein, die der 17-jährige Florian Müller von Rechtsaußen zu 5 Treffern binnen 5 Minuten zum 14:21 nutzte (35.).

Wir waren geistig nicht auf der Höhe, in punkto Wille und Bereitschaft klar unterlegen, erklärte Sebastian Heilwagen aus dem Trainerteam des SV Altenburg speziell mit dem Blick auf diese 5 Minuten.

Mit dem 14:21 war mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Zu dominant die Gäste von der Wartburg, die das frühzeitige Aus von Patrick Cuturic (Rot nach grobem Foulspiel, 26.) wegsteckten. „Max Schlotzhauer hat auf der Deckungsposition 2 und im Angriff am Kreis dies bestens kompensiert“, zollte ThSV-Coach Daniel Hellwig dem Youngster ein Lob. Überhaupt, die „Jugendbrigade“ schlug sich prächtig.

Florian Müller bewies auf Rechtsaußen nachdrücklich seine positive Entwicklung. Bastian Kemmler, noch nicht wieder bei 100 Prozent, glänzte auf Linksaußen. Karl-Marius Schnell brachte seine besonderen Stärken ein, war von der Abwehr der Gastgeber nicht zu stellen, bilanzierte Daniel Hellwig. Die Stammformation hat die Richtung vorgegeben, dafür gesorgt, dass ich frühzeitig unsere ganz jungen Spieler einwechseln und allen längere Einsatzzeiten einräumen konnte, so Daniel Hellwig. Früh hatte Julius Brenner gemerkt, dass er an diesem Tag beim Torwurf nicht die sonstige Treffsicherheit fand, hat dann vorbildlich für seine Nebenleute gespielt, vermerkte der Eisenacher Coach.

Im ersten Abschnitt noch zu viele Torchancen ausgelassen
Die zuletzt beim Ligaprimus SV Hermsdorf nur knapp mit 27:29 unterlegenen Skatstädter wollten gegen die Wartburgstädter die entscheidenden Stiche zum ersten Doppelpunktgewinn in der Meisterschaftsrunde machen. Sie lagen kein einziges Mal in Führung. Beim 7:7 (13.) leuchtete letztmalig ein Gleichstand auf der Anzeigetafel.

Wir waren von Beginn voll fokussiert, uns unterlief kaum ein technischer Fehler. Allerdings ließen wir im ersten Abschnitt noch zu viele Torchancen aus, rekapitulierte Daniel Hellwig.

Altenburgs Keeper Kevin Reinhardt war mehrfach zur Stelle. Nach dem 7:8 (14.) gaben die Eisenacher die Führung nicht wieder ab. Ole Gastrock-Mey wuchtete zum 8:10 ein (19.). Qendrim Alaj verwandelte einen an Patrick Cuturic verwirkten Siebenmeter zum 8:11 (20.). Ein Tempogegenstoß über Julius Brenner und Patrick Cuturic führte zum 8:12 (22.). Kurz darauf war für den Eisenacher Kreisspieler nach überzogenem Einsteigen die Partie mit einer roten Karte vorzeitig beendet. Beim 12:14 (28.) keimte neue Hoffnung beim Gastgeber. Eine Dublette zwischen Qendrim Alaj und Ardit Ukaj führte zum 13:16-Pausenstand.

Ole Gastrock-Mey wuchtet zur 10-Tore-Führung ein
Weil der Spielzug wie eine Schablone immer wieder klappte, wurde Florian Müller nach Wiederanpfiff in Serie auf Rechtsaußen angespielt, der 17-Jährige besorgte mit seinen 5 Treffern binnen 5 Minuten zum 14:21 (35.) mehr als eine Vorentscheidung. ThSV-Keeper Maximilian Steppan blieb im Siebenmeterduell mit Torjäger Nico Bertus Sieger (36.). Viel Unruhe auf der Altenburger Bank. Tommy Bauch kassierte nach einem Wechselfehler seine dritte Zeitstrafe. Die Partie war nach 38 Minuten für ihn beendet. Fünf Minuten später sah auch Tim Krause nach der dritten Zeitstrafe den roten Karton. Der SV Aufbau Altenburg war dadurch auch leistungsmäßig erheblich geschwächt. Mit ihrer kompletten Jugendbrigade, dem 17-Jährigen Joel Stegner auf der Regieposition, spulte der ThSV Eisenach locker sein Pensum herunter. Sebastian Kemmler „vernaschte“ seinen Gegenspieler zum 21:30 (48.). Ole Gastrock-Mey traf zum 10-Tore-Plus (22:32, 50.). Mit diesem Polster im Rücken unterlief der eine oder andere Fehler, den die Altenburger zur Ergebniskosmetik nutzten.

Statistik
ThSV Eisenach II: Steppan, Büchner; Gastrock-Mey (5), Brenner (2), Schnell (4), Cuturic (3), Meyer, J. Stegner, Kemmler (3), Müller (6), Schlotzhauer, Ukaj (3), Hennig (1), Q. Alaj (7/3)
Siebenmeter: SV Altenburg: 1/5 – ThSV Eisenach 3/4
Zeitstrafen: SV Altenburg: 9 x 2 Min. (Rot Bauch 38. Und Krause 43. n. 3. ZS) – ThSV Eisenach: 5 x 2 Min., Rot für Cuturic nach grobem Foulspiel (26.)
Schiedsrichter: Große/Luhn
Zuschauer: 50

Th. Levknecht

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