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Zum klassischen Spiel im Kampf um den Klassenerhalt an den Bodensee

ThSV Eisenach gastiert am Freitagabend bei der HSG Konstanz

Nach einer kurzen Länderspielpause absolviert die 2. Handballbundesliga am kommenden Wochenende ihren 23. Spieltag. Der ThSV Eisenach steht vor einer 550-Kilometer-Anreise bis zum Bodensee. Die HSG Konstanz ist am Freitag, 19.03.2021 um 20.00 Uhr in der heimischen Schänzle-Halle Gastgeber. Die Brisanz wird aus der Tabellensituation klar. Der Sechzehnte, die HSG Konstanz (13:27 Punkte aus 20 Spielen, Platz 16), empfängt den Dreizehnten, den ThSV Eisenach (18:24 Punkte aus 21 Spielen, Platz 13). Beide Teams ringen um den Ligaverbleib. Die Wartburgstäter hoffen, bis auf ihre langzeitverletzten Justin Mürköster und Jonas Ulshöfer alle an Deck zu haben. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Torhüter Thomas Eichberger (Bandscheibenvorfall).

Ich erwarte ein klassisches Spiel im Kampf um den Klassenerhalt, ein enges und hart umkämpftes Match. Die HSG Konstanz wird, gestärkt durch den 28:26-Sieg im Nachholspiel über den EHV Aue, hochmotiviert in die Partie gehen. Wir haben dieses Spiel im Mannschaftsverbund verfolgt und gesehen, was uns erwartet, erklärt Eisenachs Coach Markus Murfuni. Die HSG Konstanz ist für mich eine stark kämpfende Mannschaft, die über das Kollektiv kommt, ohne Stars.  In Tom Wolf besitzt sie einen klaren Kopf. Das Spiel bestimmt die Achse Peter Schramm – Tom Wolf – Markus Dangers am Kreis, die uns im Hinspiel erhebliche Probleme bereitete, ergänzt der Eisenacher Trainer mit Blick auf die anstehende Aufgabe.

Das Hinspiel am 21.10.2020 in der Eisenacher Werner-Aßmann-Halle ist aufgrund seiner Dramatik auf beiden Seiten noch in bester Erinnerung, allerdings völlig unterschiedlicher emotionaler. Die HSG Konstanz lag über weite Strecken vorn, bevor der ThSV Eisenach, geführt von einem wie entfesselt auftrumpfenden Martin Potisk, zu einem furiosen Schlussspurt ansetzte. Eisenachs von Adrian Wöhler per Siebenmeter erzielten Führungstreffer zum 29:28 egalisierte Tom Wolf mit seinem 12. Torerfolg. Die Schlussminute war längst eingeläutet. Mit der Sirene fand der Wurf von Eisenachs Kapitän Alexander Saul den Weg zum 30:29-Sieg ins Netz. Die Männer vom Bodensee verstanden die Handballwelt nicht mehr, zumal sie bereits ein Jahr zuvor an gleicher Stelle durch einen Treffer in allerletzter Sekunde mit leeren Händen die weite Heimreise antreten mussten.

Das war eine ganz bittere Niederlage, erinnert sich Andreas Joas, der Pressesprecher der HSG Konstanz.

Die Partie am Freitagabend wird eine schwere Aufgabe für uns. Wiederholen wir die Leistung des jüngsten Erfolges über den EHV Aue, sollte es ein offenes Spiel werden. Dieses Mal allerdings hoffentlich mit dem besseren Ende für uns, so der Tenor vom Bodensee.

Torwart Moritz Ebert und Linksaußen Samuel Wendel werden verletzungsbedingt fehlen. Offen sei, so Andreas Joas, ob die Rückraumspieler Peter Schramm und Felix Jaeger sowie Linksaußen Patrick Volz mitwirken können. Das entscheide sich wohl erst beim Abschlusstraining.

Th. Levknecht

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