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Wald hat ein Gedächtnis

Der Sommer 2018 bleibt den Bäumen im Forstamtsbereich Marksuhl in schlechter Erinnerung. Mussten viele Fichten schon den Kampf gegen Trockenheit und Borkenkäfer aufgeben, zeigt jetzt auch die Buche massive Absterbeerscheinungen.

Die Buche ist mit 42% unsere Hauptbaumart und gehört natürlicherweise in diese Region, so Forstamtsleiter Ansgar Pape.

Das Absterben der alten Bäume erhöhe die schon vorhandene große Sorge um den Wald. Schwerpunkte der Schäden seien derzeit die Reviere Wartburg und Wilhelmsthal. Dies hänge im Wesentlichen mit der Wasserversorgung zusammen. Das sogenannte „Rotliegende“ als geologisches Ausgangssubstrat kann Regenwasser schlechter speichern als zum Beispiel Böden auf Buntsandstein. Auch sind Südhänge stärker geschädigt als andere Flächen. Man beobachte tote Bäume sowohl in bewirtschafteten Bereichen als auch in Schutzgebieten. Die auftretende Problematik hat Auswirkungen auf die verschiedensten Bereiche wie Naturschutz, Arbeitssicherheit, Holzverwendung oder auch die Erholungsnutzung. Laut Thüringer Waldgesetz muss jeder Waldbesitzer den Bürgern zur Erholung das freie Betretungsrecht in seinem Wald gewähren.

Dies bedeutet aber nicht, dass damit für den Waldbesitzer eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht verbunden ist, auch nicht an gekennzeichneten Wanderwegen. Das Betreten des Waldes geschehe auf eigene Gefahr. Mit zunehmendem Totholzanteil steigt die Gefährdung. In jüngster Zeit werde der Amtsleiter häufiger gefragt, ob man durch den Wolf in der Wartburgregion noch gefahrlos im Wald spazieren gehen könne.

Die Gefahr durch herabstürzende Äste  oder Baumteile schätze ich für Waldbesucher real deutlich höher ein, so Ansgar Pape abschließend.

Andrea T. | | Quelle:

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