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50.000 Zwiebeln lassen das Kinderhospiz aufblühen

REWE-Kaufleute und -kunden schaffen Blumenmeer an der Herberge des Lebens

Es werden blumige Aussichten sein, die das Kinderhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz im nächsten Jahr erwarten darf. Rund 50.000 Blumenzwiebeln – Frühblüher, Narzissen und Nelken – sind dafür in den vergangenen Wochen rund um die soziale Einrichtung im Thüringer Wald in die Erde gekommen. Bereitgestellt wurden sie durch über 200 REWE Märkte in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Sie boten ihren Kunden die Zwiebeln zum Kauf an, diese konnten sie dann wiederum in Sammelboxen für das Kinderhospiz legen und spenden. Zehn große Paletten kamen auf diese Weise zusammen.

Unser Motto war: Wir lassen das Kinderhospiz aufblühen!, sagt Stefan Bachmann.

Der REWE-Gebietsmanager Vertrieb ist schon seit vielen Jahren Unterstützer des Kinderhospizes und freut sich, dass auch die REWE-Kaufleute das Projekt fördern:

Ohne die Kaufleute und ihre Mitarbeiter gingen solche Aktionen gar nicht. Nur gemeinsam und natürlich mit unseren engagierten Kunden können wir eine so große Aktion stemmen.

Dabei wünscht er sich, dass das Aufblühen der Blumen im kommenden Frühjahr den Kindern und ihren Familien auch in den so herausfordernden Zeiten Mut machen soll. Neben der Blumenspende pflanzten die REWE-Verantwortlichen im Garten des Kinderhospizes auch einen Mammutbaum. Das eigentlich aus Nordamerika stammende Gehölz kann jährlich bis zu 60 Zentimeter in die Höhe wachsen.

Damit ist der Mammutbaum ein Symbol für das Leben und ein Zeichen, dass es auch in heißen Zeiten ein ruhiges und schattiges Plätzchen gibt, erklärt Stefan Bachmann, der die Pflanzung aber auch als ein weiteres Signal für die Kooperation des Kinder- und Jugendhospizes Mitteldeutschland und der REWE-Gruppe sieht.

Ein gutes Miteinander herrschte auch beim Pflanzen der 50.000 Zwiebeln, die einen Gegenwert von mehreren zehntausend Euro haben. So berichtet Bachmann, dass die Stadt Tambach-Dietharz das Unternehmen etwa durch die Bereitstellung öffentlicher Flächen rund um das Kinderhospiz unterstützte und dass der FöBi-Verein zur Förderung und Bildung Jugendlicher sich mit Berufsschülern darum kümmerte, die Knollen unter die Erde zu bringen. Eigentlich war eine gemeinsame Aktion von 120 REWE-Kaufleuten und Auszubildenden geplant. Die anhaltende Corona-Pandemie machte diese Pläne allerdings zunichte.

Wir hätten dieser fantastischen Sammelaktion gern damit einen fröhlichen Abschluss gesetzt, freuen uns nun aber, dass das gemeinsame und übergreifende Engagement für das Kinderhospiz Mitteldeutschland so gut funktioniert. Ich danke Allen, die beim Einbringen der Blumenzwiebeln geholfen haben, so Stefan Bachmann.

Auch der Geschäftsführer der gemeinnützigen Trägergesellschaft des Kinderhospizes, Klaus-Dieter Heber zeigt sich beeindruckt.

Wir sind unendlich dankbar für diese wundervolle bunte Idee. Ich bin jetzt schon auf das Frühjahr gespannt. Danke an alle die zur Verwirklichung des Vorhabens beigetragen haben, so Klaus-Dieter Heber.

Der gemeinnützige Träger des Kinderhospizes Mitteldeutschland ist unablässig auf Spenden angewiesen, um den Betrieb der Einrichtung im Thüringer Wald auch im kommenden Jahr sicherzustellen. Über 2,0 Mio. Euro werden allein dafür im Jahr 2022 benötigt. Von einer tödlichen Krankheit sind mehr als 50.000 Kinder- und Jugendliche in Deutschland betroffen. Bis zu 28 Tage im Jahr nimmt das stationäre Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz die betroffenen Familien auf. Gemeinsam können sie hier das ganzheitliche Pflege- und Betreuungskonzept nutzen. Dabei wird nicht nur das schwer kranke Kind liebevoll umsorgt und optimal gepflegt. Auch die Familien erfahren umfassende Hilfe und Entlastung. Die Aufenthalte stärken das gesamte Familiensystem, geben den betroffenen Eltern neue Kraft, die zumeist eine aufwändige 24-Stunden-Pflege meistern müssen. Die gesunden Geschwisterkinder werden in dieser Zeit gefördert und können viele Angebote vor Ort nutzen. Mehr als 40 angestellte Mitarbeiter und zusätzlich viele ehrenamtliche Helfer arbeiten für die Gäste und ihre Familien. Um dieses wichtige Hilfsangebot aufrechterhalten zu können, ist das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland dauerhaft und im Höchstmaß auf Spenden angewiesen, da die aktuelle Finanzierung durch die Krankenkassen nicht ausreicht.

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