Anzeige

850 Einbürgerungen in Thüringen im Jahr 2021

Steigerung um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Im Verlauf des Jahres 2021 erlangten in Thüringen 850 ausländische Personen (455 Männer und 395 Frauen) durch Einbürgerung die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies ist nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik der höchste Wert seit dem Jahr 2000. Gegenüber dem Vorjahr, in welchem 710 Einbürgerungen registriert wurden, stellt dies eine Steigerung um rund 20 Prozent dar. Der Anstieg bei den Einbürgerungen geht vor allem auf die deutlich gestiegene Zahl von Einbürgerungen syrischer Staatsangehöriger zurück. Die Einbürgerung erfolgte bei 445 Personen (52 Prozent) aus einer asiatischen Staatsangehörigkeit heraus, bei 285 Personen (33 Prozent) aus einer europäischen, bei 70 Personen (8 Prozent) aus einer afrikanischen und bei 35 Personen (4 Prozent) aus einer amerikanischen Staatsangehörigkeit. Weitere 20 Personen (2 Prozent) kamen aus Ozeanien, waren staatenlos oder die Staatsangehörigkeit war nicht bekannt. Während die Einbürgerungszahlen im Vergleich zum Vorjahr bei den Personen aus europäischen, amerikanischen oder afrikanischen Staaten nahezu konstant blieben, war vor allem bei den asiatischen Staaten eine deutliche Zunahme erkennbar (+115 Personen; +35 Prozent). Untergliedert nach Staatsangehörigkeiten stellten die Syrerinnen und Syrer mit 250 Personen die größte Gruppe dar. Dies waren eineinhalbmal so viele (+150 Prozent) wie 2020 (100 Einbürgerungen). An 2. Stelle standen die Rumäninnen und Rumänen mit 65 eingebürgerten Personen und an 3. Stelle kamen die vietnamesischen, afghanischen und kosovarischen Staatsangehörigen mit jeweils 30 Einbürgerungen. Die Zahl der eingebürgerten britischen Staatsangehörigen lag 2021 bei 10 Personen und damit deutlich niedriger als in den Vorjahren (zum Vergleich 2020: 15 Einbürgerungen; 2019: 40 Einbürgerungen). Von den im Jahr 2021 in Thüringen eingebürgerten Personen waren 195 bzw. 23 Prozent unter 18 Jahren alt (2020: 130 Personen bzw. 18 Prozent). Der Großteil mit 525 Personen bzw. 62 Prozent war zwischen 18 bis unter 45 Jahren alt (2020: 425 Personen bzw. 60 Prozent). In der Altersgruppe der 45- bis unter 60-Jährigen ließen sich 100 Personen einbürgern, was einem Anteil von 12 Prozent entspricht (2020: 120 Personen bzw. 17 Prozent). 25 Personen bzw. 3 Prozent waren bereits 60 Jahre und älter (2020: 35 Personen bzw. 5 Prozent). Der Anstieg bei den Personen unter 45 Jahren ist fast ausschließlich auf den Anstieg der Einbürgerung von syrischen Staatsangehörigen zurückzuführen. Rund 97 Prozent der 2021 in Thüringen eingebürgerten Syrerinnen und Syrer waren jünger als 45 Jahre. Zum Zeitpunkt der Einbürgerung lebten 2021 insgesamt 405 Personen noch keine 8 Jahre in Deutschland. Dies entspricht einem Anteil von 47 Prozent an allen Einbürgerungen. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Steigerung um 140 Fälle bzw. 52 Prozent dar. 290 Personen (34 Prozent) hielten sich zum Zeitpunkt der Einbürgerung 8 bis 14 Jahre in Deutschland auf (2020: 280 Einbürgerungen) und 155 Personen (18 Prozent) lebten bereits 15 oder mehr Jahre in diesem Land (2020: 160 Einbürgerungen). Der Anstieg bei den Einbürgerungen mit weniger als 8 Jahren Aufenthaltsdauer ist wiederum fast ausschließlich auf den Anstieg der Einbürgerung von syrischen Staatsangehörigen zurückzuführen. Bei rund 88 Prozent der Einbürgerungen von Syrerinnen und Syrern lebten die Personen noch keine 8 Jahre in Deutschland. Zum Zeitpunkt ihrer Einbürgerung hatten 150 Personen ihren Wohnsitz in der kreisfreien Stadt Erfurt, gefolgt von der Stadt Jena mit 70 Personen und dem Wartburgkreis mit 65 Personen. Die wenigsten Einbürgerungen gab es im Landkreis Sömmerda (5 Personen), gefolgt vom Landkreis Altenburger Land und dem Kyffhäuserkreis mit jeweils 10 Personen.

 

 

Anzeige
Top