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Aktuelle Corona-Situation: Nutzung der 116117, Schutzkleidung

Mit Blick auf die aktuelle Situation um das neuartige Corona-Virus gibt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen folgende Erklärung ab:

Nutzung der kostenfreien bundesweiten Rufnummer 116117
Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen appelliert an die Menschen in Thüringen, die bundesweite kostenfreie Rufnummer 116117 aktuell nur für Anfragen aus folgenden Anlässen zu nutzen:
• Anfragen aus Anlass einer begründeten Befürchtung, dass man sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hat und einen Termin für einen Test benötigt,
• Anfragen zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst, zu akuten Erkrankungen und an die Terminservicestelle.

Am besten zu erreichen ist die 116117 über das Festnetztelefon (nicht Handy), da Anrufe entsprechend ihrer Vorwahl direkt an die regionale Vermittlungszentrale geleitet werden können.

Die KV Thüringen, viele engagierte Ärzte, Kliniken und Gesundheitsbehörden haben gemeinsam ein flächendeckendes Netz an Abstrich-Stützpunkten und Strukturen geschaffen, um Arztpraxen und die normalen Stationen der Krankenhäuser von Patienten mit Verdacht auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu entlasten. Termine bei diesen Stützpunkten werden über die 116117 und die Hotlines der kommunalen Gesundheitsämter vermittelt. Betroffene Patienten erhalten dort auch Hinweise zum weiteren Vorgehen. Um dies zu gewährleisten, muss die 116117 von anderen Anrufen entlastet werden.

In den vergangenen Tagen haben sich an der 116117 Anfragen zu jeglichen Themen rund um das Coronavirus (Kinderbetreuung, Umgang mit Reisen, regionale Regelungen zu Beschränkungen des öffentlichen Lebens, …) gehäuft. Dies hat dazu geführt, dass die 116117 teilweise überlastet war und für Menschen, die ärztliche Hilfe benötigen, nicht zu erreichen. Für Auskünfte zu nicht-medizinischen Themen rund um das neuartige Coronavirus gibt es eine Fülle von weiteren Hotlines. Ein Überblick findet sich auf der folgenden Seite des Thüringer Gesundheitsministeriums: https://www.tmasgff.de/covid-19#c674. Auch viele Krankenkassen haben für ihre Mitglieder Hotlines geschaltet.

Schutzkleidung für das medizinische Personal
Die KV Thüringen appelliert an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, die Versorgung des medizinischen Personals mit Schutzkleidung (Masken, Brillen, Kittel, Hauben, Handschuhe) sicherzustellen. Der Gemeinsame Krisenstab der Bundesregierung (Gesundheitsministerium und Innenministerium) hatte am 4. März angekündigt, entsprechende Schutzausrüstungen zentral zu beschaffen, um die Tests für Betroffene und gleichzeitig den normalen Betrieb in Arztpraxen, Kliniken und anderen medizinischen Einrichtungen abzusichern. Trotz mehrerer Bedarfsabfragen bei der KV Thüringen gab es hier bisher weder Lieferungen noch Informationen, wann geliefert werden kann.

Die Anfragen blieben entweder ohne Antwort oder wurden mit einer Absage beantwortet. Viele Ärzte und Kliniken sowie die KV Thüringen überbrücken die Zeit, indem sie sich selbst behelfen. Dies kann aber kein Dauerzustand sein. Fehlende Schutzausrüstung gefährdet das Ziel, eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wirksam zu verlangsamen bzw. zu verhindern.

Die Ankündigung des Krisenstabes der Bundesregierung vom 04.03.2020 finden Sie hier: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/weiterere-beschluesse-krisenstab-bmi-bmg.html

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