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Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen weiterhin hoch

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Bildquelle: © Kzenon / Fotolia.com
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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt beobachtet aktuell, dass Betriebe trotz der wirtschaftlich angespannten Situation das Thema Fachkräftesicherung nicht aus den Augen verlieren. So sind 622 freie Ausbildungsplätze für Nord-, Mittel- und Westthüringen in der IHK-Lehrstellenbörse registriert – das entspricht dem gleichen Stand wie letztes Jahr. Nach wie vor gibt es mehr freie Lehrstellen als Bewerber.

Auszubildende sind die Mitarbeiter von morgen und übermorgen. Nach der Pandemie wird der Fachkräftemangel erneut an die Tür klopfen, denn der Nachwuchs fehlte vielerorts bereits vor Corona, sagt Tobias Krombholz, Teamleiter Ausbildung bei der IHK Erfurt.

Die Gründe für unbesetzte Ausbildungsplätze wären aktuell vielfältig: neben Kurzarbeit und Homeoffice würden zahlreiche Personalentscheidungen vertagt. Zudem ruhten in den vergangenen drei Monaten die Berufsorientierungs- und Beratungsaktivitäten durch die Schulschließungen. Die Unternehmer sind jedoch weiterhin motiviert, eigenen Nachwuchs auszubilden.

Weidmüller hat einen langfristigen Personalmanagementansatz, der Aus- und Weiterbildung sowie interne Führungskräftequalifizierung verbindet und so ein Fundament für hohe Mitarbeiterzufriedenheit, Standortsicherheit und einen sehr guten Ruf als Arbeitgeber legt. Wir sind in der Region langfristig engagiert und unterstreichen das immer wieder durch Investitionen in Kompetenzen und Kapazitäten am Standort Wutha-Farnroda. Fachkräftemangel und demografischer Wandel sind als Schlagworte auf vielen Titelseiten – wir begegnen diesen Themen aktiv, indem wir jedes Jahr Ausbildungsplätze unterschiedlicher Fachrichtungen anbieten. An diesem Trend ändert auch die aktuelle Corona-Krise nicht. So starten am 03.08. 5 Auszubildende sowie 2 Dualstudenten bei uns und die Akquise der Azubis 2021 läuft bereits auf Hochtouren, sagt Maria Groß Werkleiterin der Thüringischen Weidmüller GmbH.

Branchen mit hohem Personalaufwand wie z.B. die Hotel- und Gastronomiebranche sind durch die Corona-Krise zusätzlich betroffen.

Alle Azubis, die 2020 nicht eingestellt werden oder schlimmstenfalls durch die Folgen der Einschränkungen entlassen werden, vergrößern die Fachkräftelücke in zwei bis drei Jahren. Auch wenn Unternehmens- und Fachkräftesicherung sich in der jetzigen Lage eigentlich ausschließen, sollten die Firmen alles dafür tun, ihre Auszubildenden zu halten und diese wichtige Säule des Unternehmenserfolgs zu festigen, rät der IHK-Experte.

So wie im Hotel- und Gastronomiebereich warten auch in anderen Branchen wie im Bauwesen, der Metallindustrie und der Elektroindustrie die Unternehmen auf Bewerbungen seitens der Schüler. Die IHK Erfurt appelliert deshalb an die Schulabgänger, trotz anhaltender Pandemie-Einschränkungen alle Möglichkeiten zur Bewerbung zu nutzen.

Laut Krombholz können sich die Jugendlichen unter der Telefonhotline 0361 34 84-278 von der IHK Erfurt zu offenen Lehrstellen beraten lassen oder auch die Lehrstellenbörse der IHK unter www.ihk-lehrstellenboerse.de nutzen und ein eigenes Gesuch einstellen. Die Online-Börse vergleicht automatisch mit den vorhandenen Angeboten der Unternehmen und informiert die Jugendlichen, wenn ein Angebot und Berufswunsch übereinstimmen. Auch die Suche und Vermittlung durch die Agentur für Arbeit sollten die Jugendlichen intensiv nutzen.

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