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BARMER-Analyse: Eltern rufen zunehmend Kinderkrankengeld ab

Bildquelle: © M. Schuppich – stock.adobe.com
Symbolbild

Männer in Thüringen und Sachsen bundesweit spitze

Das Kinderkrankengeld wird in Thüringen im Jahr 2021 deutlich häufiger beansprucht als im vergangenen Jahr. Das geht aus einer aktuellen Analyse der BARMER hervor. Demnach wurden im Jahr 2021 Thüringer Versicherten der Krankenkasse bis September bereits rund 32.000 Kinderkrankengeldtage im Wert von mehr als zwei Millionen Euro bewilligt. Das umfasst sowohl die pandemiebedingte Betreuung als auch die Tage, an denen ein Kind krank ist. Im gesamten Vorjahr waren es nur 26.000 Tage. Laut Analyse ist die Entwicklung bei den Kinderkrankengeldtagen ein Ergebnis der Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern.

Das Kinderkrankengeld erweist sich in der Corona-Pandemie als echte Entlastung für Eltern. Sie können Belastungen damit besser abfedern, wenn ihr Kind krank ist oder aufgrund pandemiebedingter Maßnahmen wie Schul- und Kitaschließungen betreut werden muss. Das Beantragen ist ebenfalls vereinfacht worden und ist in wenigen Schritten online möglich, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen.

Rund ein Drittel der Anträge pandemiebedingt
In den meisten Fällen beantragten Eltern nach wie vor das eigentliche Kinderkrankengeld, wenn das Kind erkrankt ist. Der BARMER-Analyse zufolge machte es rund 69 Prozent aller Fälle in Thüringen aus. Seit Juni seien die Fälle pandemiebedingten Kinderkrankengelds drastisch zurückgegangen. Grund dafür sei, dass die Schulen und Kitas nicht mehr geschlossen waren.

Frauen nutzen Kinderkrankengeld öfter als Männer
Die BARMER-Analyse zeigt auch, dass es beim Kinderkrankengeld ein Ungleichgewicht in den Familien gibt. So entfielen in Thüringen 69 Prozent der Kinderkrankengeldtage auf die Frauen in Thüringen und 31 Prozent auf die Männer, was ein vergleichsweise hoher Anteil ist. Nur in Sachsen war mit rund 34 Prozent der Anteil an Männern, die die Leistung genutzt haben, noch höher.

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