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Bei Schlösserstiftung keine Richtung erkennbar

Hirte fordert Dialogprozess

Die gestern von Kultusminister Benjamin-Immanuel Hoff (LINKE) vorgestellte Gesetzesänderung zur Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten geht an den Realitäten vorbei, so der CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte. Erneut erscheint der Gesetzesentwurf als unabgestimmter Schnellschuss.

Richtig sei, dass man die Thüringer Residenzlandschaft neu aufstellen muss. Hoff bleibe aber nicht nur wichtige Antworten schuldig. Es mangele bereits an den notwendigen Fragen.

Der Westthüringer CDU-Bundestagsabgeordnete machte deutlich, dass einerseits die 200 Millionen Euro Investmittel bis 2027 in einem fairen Verfahren verbaut und die Projektmittel in Millionenhöhe nutzbar gemacht werden müssen. Andererseits müsse aber daneben vor allem auch geklärt werden, wohin man mit einer neu aufzustellenden Stiftung Thüringen und Schlösser überhaupt wolle.

Hirte fordert daher erstens einen Dialog auf Augenhöhe mit den kommunalen und allen weiteren Beteiligten. Zweitens müsse das Land ein tragfähiges und umsetzbares Nutzungskonzept für alle, auch die neuen Liegenschaften, vorlegen. Drittens müsse Klarheit darüber geschaffen werden, wie die Neuaufstellung personell und finanziell abgesichert sei. Dabei müsse sichergestellt werden, dass die Residenzen in der Breite des Freistaates in den Blick genommen werden. Schließlich müsse all dies mit Blick auf den angestrebten UNESCO-Welterbe-Antrag erfolgen.

Mit dem Welterbe-Symposium in Bad Liebenstein sind das starke Interesse und der Gestaltungswille der kommunalen Ebene sichtbar geworden.

Wenn die Träger der Kulturlandschaft an einem gemeinsamen Strang ziehen, können die Chancen der UNESCO-Bewerbung auch genutzt werden. Dieser wichtige Prozess muss aktiv und in der gebotenen Breite weiter vorangetrieben werden, unterstreicht Hirte.

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