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Besuch des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow in Bad Salzungen

Bildquelle: © TSK/Paul-Philipp Braun

Besuch des Ministerpräsidenten Bodo Ramelow am „Tag der Begrüßung thailändischer Pflegekräfte in der Fachschule für Gesundheitsfachberufe in Bad Salzungen“ am 4. September 2021

Auf Einladung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und der Klinikum Bad Salzungen GmbH besucht am 4.9.2021 der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow die Fachschule für Gesundheitsfachberufe in Bad Salzungen. Weitere Gäste werden der Generalkonsul von Thailand, Herr Suwapong Sirison und Frau Konsulin Laksanavadee Kaewkramol aus Thailand sein.

In Kooperation erhalten an der Sprachschule des Klinikums Bad Salzungen ausländische Pflegekräfte aus Thailand, Vietnam, Georgien und Bosnien deutschen Sprachunterricht in unterschiedlichen Niveaus: von A 2- bis zum B 2- Niveau. Die Sprachschüler sind größtenteils ausgebildete Krankenschwestern und haben in ihren Heimatländern ein entsprechendes Diplom erworben. Für die Berufszulassung in Deutschland ist die Erlangung des B2-Zertifikats Grundvoraussetzung.

Die Pflege ist von der demographischen Entwicklung besonders betroffen, ausländische Pflegekräfte sind dringend notwendig, um den Pflegekräftemangel in Deutschland mit zu beheben.

Der BVMW Wartburgregion unterstützt seine Mitgliedseinrichtungen wie z. B. das Klinikum Bad Salzungen, bei dessen Bemühungen, qualifizierte Pflegekräfte aus Drittstaaten für die Arbeitsaufnahme in Deutschland zu gewinnen.

Besonders intensiv sind derzeit Bestrebungen, mit medizinischen Ausbildungseinrichtungen in Thailand Kooperationen zu vereinbaren. Dazu hat das Klinikum Bad Salzungen ein Projekt entwickelt.

Unterstützung erfährt dieses Projekt auch durch die Arbeit des Deutsch Camps in Bangkok, das die vereidigte Übersetzerin und zugleich Ehrenrepräsentantin des BVMW Wartburgregion in Thailand, Frau Uthaiwan Phattawatin, führt. In diesem Camp werden nicht nur Sprachkenntnisse vermittelt, sondern dort werden die Fachkräfte auch auf den Alltag in Deutschland, mit Kultur und Traditionen vorbereitet und über Gesetzlichkeiten und Arbeitsabläufe informiert. Auch begleitet Frau Phattawatin die thailändischen Pflegekräfte während ihrer ersten Wochen in Deutschland und steht mit Rat und Tat zur Seite.

Wichtige Partner für die Umsetzung des Projektes sind das Thüringer Landesverwaltungsamt und die Thüringer Staatskanzlei. Hier gibt es eine gute Zusammenarbeit. Problematisch sind leider noch immer die zeitlich viel zu aufwendigen Visa-Verfahren. Als Problem erweist sich auch, dass Sprachprüfungen (A2) in Thailand auf Grund der begrenzten Möglichkeiten des Goethe-Institutes dort zeitlich langwierig sind. Das fehlende A2-Zertifikat führt zum Versagen des Visums. Ein Ausweg wäre, A2-Prüfungen nach Einreise in Deutschland abzunehmen. Das ist bisher nur in Ausnahmen möglich. Hier liegt die Lösung des Problems beim Auswärtigen Amt. Gerhard Schneider, Leiter des BVMW Wartburgregion, erhofft sich durch den Besuch des Ministerpräsidenten Unterstützung bei seinen Bemühungen um einen entbürokratisierten Ablauf bei der Visa-Erteilung durch Thematisierung der Fakten im Auswärtigen Amt.

Bildquelle: © TSK/Paul-Philipp Braun
Thüringens Ministerpräsident begrüßte am 4. September 2021 einige Pflegekräfte aus Thailand. Sie sind im Rahmen des „Thailandprojekts“ nach Deutschland gekommen, um hier tätig zu sein und so den Pflegenotstand zu bekämpfen.

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