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Das große Aufräumen beginnt von vorn

Nach dem Sturm „Friederike“ liefen die Aufräumarbeiten in den Revieren des Forstamtes Marksuhl auf Hochtouren. Mit dem Sturm „ohne Namen“ vom vorletzten Wochenende muss man leider auf vielen Flächen wieder von vorn beginnen.

Die Schadmenge liegt inzwischen nahe der Größenordnung von „Kyrill“ vor 11 Jahren. Die Ernte des Holzes ist das Eine, das Andere ist der Holzmarkt und die Logistik. Nach Aussage von Kunden kommen die Sägewerke an ihre Kapazitätsgrenze und durch die Schließung von Bahnhöfen und den Abbau von Waggonkapazität wird der Holzabfluss ganz erheblich erschwert. Das Forstamt hat daher bereits von Bamberg aus Schiffsverladung nach Österreich praktiziert. Derzeit wird über die Zwischenlagerung von Holzmengen außerhalb des Waldes nachgedacht.

Unser mit Ende Mai selbst gesetzter Zeitplan ist sicher nicht mehr zu halten, betrachtet Forstamtsleiter Ansgar Pape die Aufräumarbeiten realistisch.

Schon das Freischneiden aller Wege wird vor Ostern nicht gelingen. Waldspaziergänger werden um Verständnis gebeten und sollten die Schadgebiete aus Sicherheitsgründen ohnehin meiden. Wegeschäden können aufgrund der Aufräumarbeiten derzeit überall auftreten und lassen sich nicht gänzlich verhindern. Schließlich drängt die Zeit, da der Borkenkäfer in den Startlöchern steht.

Revierförster, Waldarbeiter und Unternehmer sind derzeit massiv gefordert. Entscheidend ist jedoch, dass bis zum Ende der gefährlichen Arbeiten kein Personenschaden zu beklagen ist, so der Forstamtsleiter abschließend.

Ein aktueller Blick auf die Wetterprognose lässt Schlimmes ahnen: nach dem Sturm ist vor dem Sturm!

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