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Ein Behandlungsfall in einem Thüringer Krankenhaus kostete 2019 durchschnittlich 4.679 Euro

Im Jahr 2019 fielen in den 43 Thüringer Krankenhäusern Gesamtkosten in Höhe von rund 3.018 Millionen Euro an. Damit stiegen die Gesamtkosten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gegenüber dem Jahr zuvor um 126,0 Millionen Euro bzw. 4,4 Prozent.

Rund zwei Drittel der Gesamtkosten (1.923 Millionen Euro bzw. 63,7 Prozent) waren, wie bereits in den Vorjahren, Personalkosten. Im Jahr 2019 wurde etwa ein Drittel der Personalkosten (649 Millionen Euro bzw. 33,8 Prozent) für den ärztlichen Dienst verausgabt, 596 Millionen Euro bzw. 31,0 Prozent für den Pflegedienst, 259 Millionen Euro (13,5 Prozent) für den medizinisch-technischen Dienst und 191 Millionen Euro (9,9 Prozent) für den Funktionsdienst.

Mit 1.079 Millionen Euro entfiel mehr als ein Drittel der Gesamtkosten der Krankenhäuser (35,7 Prozent) im Jahr 2019 auf Sachkosten. Gegenüber 2018 erhöhten sich diese Ausgaben um 47,2 Millionen Euro bzw. 4,6 Prozent. Von den Sachkosten entfiel im Jahr 2019 rund die Hälfte (546 Millionen Euro bzw. 50,7 Prozent) auf den medizinischen Bedarf, wie z. B. Arzneimittel, ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial, Instrumente, Narkose- und sonstiger OP-Bedarf, Laborbedarf sowie Implantate.

Im Jahr 2019 betrugen die pflegesatzfähigen Kosten 2.714 Millionen Euro, rund 116 Millionen Euro bzw. 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Kosten stellen die Gesamtkosten bereinigt um Bestandteile dar, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Leistungserbringung anfallen, wie z. B. Kosten der Ambulanz sowie Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre. Auf die Berechnungs- und Belegungstage bezogen, lagen die bereinigten Kosten im Jahr 2019 bei rund 631 Euro, circa 32 Euro bzw. 5,3 Prozent mehr als im Jahr 2018. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer der stationär behandelten Patienten von 7,4 Tagen ergaben sich rein rechnerisch bereinigte Kosten in Höhe von 4 679 Euro pro Behandlungsfall (2018: 4.429 Euro). Das entspricht einem Anstieg
um 5,7 Prozent zum Vorjahr. Die Kosten je aufgestelltes Bett betrugen 172 381 Euro und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Prozent.

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