Eines von drei Finalspielen um den KlassenerhaltDer ThSV Eisenach II hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, gastiert im Kellerduell beim HC Glauchau-Meerane

Bildquelle: sportfotoseisenach: Spielertrainer Qendrim Alaj

„Ich hoffe, wir haben am letzten Spieltag die Entscheidung über den Klassenerhalt noch selbst in der Hand“, erklärt Leif Katzwinkel, der junge Linksaußen des ThSV Eisenach II. Am letzten Spieltag der MHV-Regionalliga Männer, am 16.05.2026, könnte es zum Abstiegs-Showdown kommen, wenn der SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz und der ThSV Eisenach II aufeinandertreffen. Voraussetzung freilich, der ThSV Eisenach II siegt am Samstag, 25.05.2026 beim HC Glauchau/Meerane und am 09.05.2026 im Heimspiel gegen die HG Köthen. Und die Konkurrenz leistet Schützenhilfe. Da aus den drei Oberligen des Mitteldeutschen Handballverbandes nur zwei Teams nach einem Aufstieg in die MHV-Regionalliga lechzen, reicht der 14., der drittletzte Tabellenplatz, zum Klassenerhalt. Mit je 18 Punkten belegen derzeit der HC Aschersleben und der SV Oebisfelde die Ränge 13 und 14, sind am ehesten in Reichweite des ThSV Eisenach II. Noch nicht aller Abstiegssorgen ledig, die 20:34 Punkte aufweisenden Teams aus Wittenberg-Piesteritz und Freiberg. Aber auch der HC Glauchau-Meerane, Kontrahent des ThSV Eisenach II am Samstag, hofft noch. 

In der Sachsenlandhalle Glauchau stehen sich am Samstag ab 17.00 Uhr der Tabellen-Vorletzte HC Glauchau-Meerane (16:36 Punkte) und der Tabellen-Letzte, der ThSV Eisenach II (14:40 Punkte) gegenüber. Die wirklich allerletzte Chance des ThSV Eisenach II, mit einem Doppelpunktgewinn die leise Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Das Heimspiel gegen den HC Glauchau-Meerane hatte der ThSV Eisenach II mit 25:30 verloren. „Unsere schlechteste Saisonleistung“, bekennt Qendrim Alaj, der Spielertrainer des ThSV Eisenach II.  Desolate erste Spielhälften, mit klaren Rückständen zur Pause, bildeten zuletzt das Grundübel bei den Niederlagen gegen den USV Halle (36:41) und HV R-W Staßfurt (31:33).  Mit 921 Gegentoren in 27 Spielen (im Schnitt 34,11 Tore) ist der ThSV Eisenach II die Schießbude der Liga. Das liegt zum einen an den vielen Fehlern im Vorwärtsgang, die die jeweiligen Kontrahenten per schnellem Umschaltspiel mit Gegenstoßtreffern bestrafen. Das liegt aber ebenso an der Abwehr, im Zusammenspiel zwischen Deckung und Torhüter. Sechs eingesetzte Keeper sorgten nicht für Konstanz. „Wir reden oft, vielleicht zu oft, über die typischen Eisenacher Tugenden, die DNA des ThSV Eisenach, wir bringen diese aber zu wenig auf die Platte“, findet Leif Katzwinkel kritische Töne. „Wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir können, das konsequent von der 1. Minute an zeigen, dann sind wir in dieser Liga konkurrenzfähig“, unterstreicht der 19-Jährige. „Wir brauchen in den noch auszutragenden drei Spielen, drei Siege, also sechs Punkte“, formuliert er unmissverständlich.

Endlich mal zur Pause führen

Teil 1 am Samstagabend. Qendrim Alaj wird als Spielertrainer die alleinige Verantwortung tragen. Mark Dragunski, zuletzt das Coaching auf der Bank übernehmend, ist verhindert. Qendrim Alaj bekommt auf der Bank Unterstützung vom langzeitverletzten Maarten Elwert und Patrick Theuvsen, der dank seines einspringenden Kollegen im mobil-debitel Shop Eisenach mitfahren kann. Der ThSV Eisenach II wird mit dem Aufgebot vom vergangenen Wochenende plus Max Schlotzhauer auflaufen. Felix Cech ist weiterhin verletzt. Stanislaw Gorobtschuk und Aron Büchner werden das Torwartduo bilden. Routinier Duje Miljak soll sich vorrangig um die Stabilität im Deckungs-Innenblock kümmern. „Ganz wichtig, das Zusammenspiel zwischen Deckung und Torwart“, erwähnt Qendrim Alaj nicht zum ersten Mal eine alte Handball-Weisheit. „Endlich mal zur Pause führen“, so die Hoffnung des Spielertrainers und Angriffsregisseurs. „Beide Teams stecken im Abstiegssog, beide brauchen einen Doppelpunktgewinn. Ich rechne mit einem hart umkämpften Spiel. Wir werden alles reinhauen“, blickt Qendrim Alaj auf den Samstag. Die 19-jährigen Marec Stupka (rechts) und Leif Katzwinkel (links) werden auf den Flügeln beginnen. Hierfür stehen auch Ardit Ukaj und Tim Nothum bereit.  Conrad Ruppert (19 Jahre) dürfte zu Beginn die Kreisposition einnehmen, Max Schlotzhauer könnte sofort übernehmen.  Ole Gastrock-Mey, Qendrim Alaj und Armend Alaj werden wahrscheinlich im Rückraum beginnen. Routinier Duje Miljak wird für Abwehraufgaben eingewechselt, kann aber auch als Linkshänder im rechten Rückraum Akzente setzen. Personelle Alternativen für den Rückraum sind Jannes Rehm, Julius Brenner, Julian Rothhämel und der 17-jährige Louis Kryeziu. 

sportfotoseisenach:
Der 17-jährige Rückraumspieler Louis Kryeziu gehört am Samstag zum Aufgebot
sportfotoseisenach: Marec Stupka beim Torwurf im Heimspiel gegen den HC Glauchau/Meerane
sportfotoseisenach: Max Schlotzhauer trifft vom Kreis

HC Glauchau-Meerane zuletzt mit 7 Niederlagen in Folge

Das 36:26 über den HV R-W-Staßfurt, am 07.02.2026, war der letzte Sieg des HC Glauchau-Meerane. Es folgten 7 Niederlagern, u.a. eine 23:29-Heimpleite gegen den SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz. Am vergangenen Wochenende setzte es eine kräftige 23:40-Niederlage beim SV Anhalt Bernburg. Erfolgreichste Werfer sind Sebastian Poppitz mit 121 und Jannes Kreutz mit 116 Treffern, die damit die Plätze 30 und 31 in der Torjägerliste der Liga belegen. In diesem Ranking findet sich Eisenachs Armend Alaj mit 149 Treffern auf dem 17. Platz wieder.