Erste Erntevorschätzung für Thüringen 2023

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik nach einer ersten Schätzung von Ende Juni 2023 mitteilt, wird eine Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix sowie ohne anderes Getreide zur Körnergewinnung) von 2,1 Millionen Tonnen erwartet. Nach dieser ersten Schätzung der Thüringer Landwirtschaftsbetriebe wird die diesjährige Ernte gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 2017 bis 2022 um 0,3 Millionen Tonnen bzw. 12 Prozent geringer ausfallen.

Der erwartete Ertrag beläuft sich nach ersten Berechnungen auf 6,3 Tonnen je Hektar. Das langjährige Mittel der Jahre 2017 bis 2022 wird um 0,5 Tonnen je Hektar bzw. 8 Prozent unterschritten.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung werden in diesem Jahr in Thüringen rund 336.400 Hektar Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix sowie ohne anderes Getreide zur Körnergewinnung) angebaut. Gegenüber dem Vorjahr sind das rund 16.500 Hektar bzw. 5 Prozent weniger.

Mit einem Anbauumfang von 188.200 Hektar bleibt der Winterweizen weiterhin die dominierende Getreideart in Thüringen. Für diese Kultur schätzen die Landwirtinnen und Landwirte einen Ertrag von 6,5 Tonnen je Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 0,5 Tonnen je Hektar bzw. 7 Prozent weniger. Das langjährige Mittel der Jahre 2017 bis 2022 wird um 0,6 Tonnen je Hektar bzw. 9 Prozent unterschritten. Die diesjährige Erntemenge wird nach dieser ersten Prognose rund 1,2 Millionen Tonnen betragen.

Der Anbau von Wintergerste erfolgt in diesem Jahr auf rund 74.800 Hektar Ackerfläche. Der geschätzte Ertrag beläuft sich nach der ersten Schätzung von Ende Juni auf 6,9 Tonnen je Hektar. Damit liegt der Hektarertrag um 0,8 Tonnen je Hektar bzw. 10 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Durchschnittsertrag der vergangenen 6 Jahre wird um 0,3 Tonnen je Hektar bzw. 5 Prozent unterschritten. Erwartet wird eine Erntemenge von rund 515.900 Tonnen Wintergerste.

Bei Winterraps wird mit einer Ernte von 3,3 Tonnen je Hektar gerechnet. Die Ertragserwartung liegt somit um 0,3 Tonnen je Hektar bzw. 9 Prozent unter dem Vorjahr und gleichzeitig auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts der Jahre 2017 bis 2022. Die Erntemenge wird auf rund 339 600 Tonnen geschätzt.

Bitte beachten: Die Ergebnisse stellen die Ertragserwartungen der freiwilligen Ernte- und Betriebsberichterstatterinnen und -erstatter zum Zeitpunkt Ende Juni dar und können durch bisher nicht vorherzusehende wachstumsbeeinflussende Faktoren mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen. Die Berechnung der Entwicklungen erfolgt auf voller Stellenzahl.

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