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Erster BSE-Fall in Thüringen

Die Untersuchung einer Gehirnprobe eines Rindes aus Thüringen/Altenburger-Land wurde durch die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen endgültig als BSE-positiv abgeklärt. Damit wurde erstmals BSE in Thüringen nachgewiesen.
Das Rind wurde wegen einer Krankheit getötet und der Tierkörperbeseitigungsanstalt zugeführt. Da dort ausnahmslos von allen über 24 Monate alten Rindern Proben zur Untersuchung auf BSE entnommen werden, wurde die entsprechende Untersuchung des betroffenen Rindes im Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (TLLV) in Bad Langensalza eingeleitet. Die dabei durchgeführten beiden Schnelltests erbrachten unterschiedliche Ergebnisse. Da sich diese im Wiederholungstest bestätigten, wurden die Proben nur Abklärung dem Referenzlaboratorium der Bundesforschungsanstalt übersandt. Dieses hat nunmehr BSE bestätigt.
Das Tier war viereinhalb Jahre alt. Es handelt sich hierbei um den 107. BSE-Fall in Deutschland.
Im aktuellen Thüringer Fall wird die von der Landesregierung immer favorisierte «Kohortenlösung», und nicht eine Tötung des gesamten Rinderbestandes des betroffenen Hofes zur Anwendung kommen. Nunmehr werden etwa 280 Tiere der Geburtskohorte (Tiere eines Geburtsbestandes, die 12 Monate vor und 12 Monate nach dem betroffenen Tier geboren wurden) sowie der Fütterungskohorte (alle Tiere des Bestandes, die bis zum 12. Lebensmonat mit diesem gemeinsam aufgezogen und das gleiche Futter erhalten haben) getötet und unschädlich beseitigt.
Die Thüringer Landesregierung hat alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.

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