Europäischer Tag des Notrufs 112

Mehr als 34 Tausend aktive Feuerwehrangehörige in Thüringen im Einsatz für die Gesellschaft

Jeder hofft, dass er sie nicht braucht. Doch es ist beruhigend, dass es sie gibt, denn sie kann Leben retten: die Notrufnummer 112. Um darauf hinzuweisen, dass diese kostenfreie Telefonnummer europaweit gültig ist, wurde im Jahr 2009 vom Europäischen Parlament, dem Rat der Europäischen Union und der EU-Kommission gemeinsam der Europäische Tag des Notrufs 112 eingeführt und – nicht zufällig – auf den 11.2. gelegt.

Wie das Thüringer Landesamtes für Statistik aus diesem Anlass mitteilt, konnten neben den Rettungsdiensten über diese Notrufnummer im Jahr 2021 in Thüringen u. a. 10 Berufsfeuerwehren sowie 1.617 Freiwillige Gemeinde-, Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren über die Leitstellen alarmiert werden.

Insgesamt 34.139 aktive Feuerwehrangehörige waren 2021 in Thüringen tätig. Davon leisteten 875 ihren Dienst in den Berufsfeuerwehren und 33.264 engagierten sich in den Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren. Im Vergleich zu 2020 gab es sowohl bei den Berufs- als auch bei den Freiwilligen Feuerwehren jeweils 32 Aktive mehr. Im 5-Jahres-Vergleich konnte zwar ein Zuwachs von 168 Personen bei den Berufsfeuerwehren verzeichnet werden, es zeigte sich aber auch ein Rückgang um 500 Aktive bei den Freiwilligen Wehren.

Im Verlauf des Jahres 2021 bewältigten die Thüringer Berufsfeuerwehren, Rettungsdienste sowie das Technische Hilfswerk in Summe 35.705 Einsätze. Das zählen auch Fehlalarmierungen. Verglichen mit dem Jahr zuvor war das eine Steigerung um 4.870 Einsätze bzw. 16 Prozent. Bei den Einsätzen im Jahr 2021 wurden 3.297 Personen aus akuten Gefahrensituationen oder Lebensgefahr gerettet (+606 Personen gegenüber 2020).

Beim Stichwort Rettungs- und Feuerwehreinsatz kommt den meisten Menschen vermutlich zuerst das Löschen von Bränden in den Sinn. Tatsächlich war die Brandbekämpfung aber nur bei jedem 10. Einsatz (3.690 Fälle) die Ursache für das Ausrücken einer Thüringer Feuerwehr. Im Jahr zuvor

hatte der Anteil noch bei 14 Prozent gelegen (4.239 Fälle). Der weitaus häufigste Anlass für die Alarmierung waren mit 26.396 Einsätzen bzw. 74 Prozent allgemeine Hilfeleistungen, worunter Unterstützung bei Unfällen, Havarien, Sturmschäden, Tierrettungen und vieles mehr zählen (+5.132 Fälle bzw. +5 Prozentpunkte gegenüber 2020). Hinzu kamen 5.619 Fehlalarmierungen, die für 16 Prozent der Einsätze verantwortlich waren (2020: 5.332 Einsätze bzw. 17 Prozent).

Dank des Einsatzes der Feuerwehren, Rettungsdienste und des Technischen Hilfswerkes wird nicht nur in Thüringen, sondern europaweit garantiert, dass man unter der Notrufnummer 112 rund um die Uhr Hilfe erhält.

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