Europäischer Tag des Notrufs 112

Mehr als 34 Tausend Männer und Frauen aktiv in den Einsatzabteilungen der Thüringer Feuerwehren

Es war kein Zufall, als im Jahr 2009 der 11.2. ausgewählt wurde, um fortan jedes Jahr für die europäische Notrufnummer 112 zu werben. Der Aktionstag soll darauf aufmerksam machen, dass diese Telefonnummer europaweit einheitlich und stets kostenfrei zur Verfügung steht, um im Notfall schnelle Hilfe anzufordern.

In Summe 37.335 Einsätze bewältigten die Thüringer Feuerwehren allein im Jahr 2022. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des europäischen Tags des Notrufs mitteilt, war das verglichen mit dem Jahr zuvor eine Steigerung um 1.630 Einsätze bzw. 5 Prozent. Dazu zählen allerdings auch Fehlalarmierungen. Bei den Einsätzen im Jahr 2022 wurden 4.549 Personen aus akuten Gefahrensituationen oder Lebensgefahr gerettet und damit über ein Drittel mehr als 2021 (+1.252 Personen).

Über 13 zentrale Leitstellen konnten im Jahr 2022 neben den Rettungsdiensten in Thüringen 10 Berufsfeuerwehren sowie 1 586 Freiwillige Gemeinde-, Stadtteil- und Ortsteilfeuerwehren alarmiert werden. Insgesamt 34.029 aktive Feuerwehrkräfte waren hier tätig. Davon leisteten 889 ihren Dienst in den Berufsfeuerwehren und 33.140 engagierten sich in den Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren. Im Vergleich zu 2021 gab es bei den Berufsfeuerwehren einen Zuwachs von 14 Aktiven, während es bei den Freiwilligen Feuerwehren ein leichter Rückgang um 124 Aktive war. Im 5-Jahres-Vergleich konnte bei den Berufsfeuerwehren ein Zuwachs von 183 Personen verzeichnet werden. Bei den Freiwilligen Wehren blieb die Zahl der Aktiven gegenüber 2017 nahezu konstant (-3 Personen).

Beim Stichwort Rettungs- und Feuerwehreinsatz kommt den meisten Menschen vermutlich zuerst das Löschen von Bränden in den Sinn. Tatsächlich war die Brandbekämpfung aber nur bei jedem 7. Einsatz (5.377 Fälle) im Jahr 2022 die Ursache für das Ausrücken einer Thüringer Feuerwehr. Im Jahr zuvor war es sogar nur jeder 10. Einsatz (3.690 Fälle). Der weitaus häufigste Anlass für die Alarmierung waren mit 25.744 Einsätzen bzw. 69 Prozent allgemeine Hilfeleistungen, worunter Unterstützung bei Unfällen, Havarien, Sturmschäden, Tierrettungen und vieles mehr zählen (-652 Fälle bzw. -2 Prozentpunkte gegenüber 2021). Hinzu kamen 6.214 Fehlalarmierungen, die für 17 Prozent der Einsätze verantwortlich waren (2021: 5.619 Einsätze bzw. 16 Prozent).

Auch wenn die 112 hierzulande flächendeckend bekannt ist, so gibt es doch andere Anliegen im Zusammenhang mit Notfalleinsätzen, auf die eine Kampagne des Thüringer Ministeriums für Inneres und Kommunales (TMIK) abzielt: „Respekt-den-Rettern“ soll einer breiten Öffentlichkeit bewusst machen, wie wichtig die Arbeit von Rettungsdiensten, Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ist. Die seit 2020 laufende Kampagne möchte die Thüringerinnen und Thüringer unter anderem dafür sensibilisieren, dass Rettungs- und Einsatzkräfte immer Vorrang haben und nicht in ihrer Arbeit behindert werden dürfen.

Dank des Einsatzes der Feuerwehren, Rettungsdienste und des Technischen Hilfswerkes wird nicht nur in Thüringen, sondern europaweit garantiert, dass man unter der Notrufnummer 112 rund um die Uhr Hilfe erhält. Nicht erst, wenn man selbst auf ihre Hilfe angewiesen ist, sollte man den Einsatz der haupt- und ehrenamtlichen Rettenden zu schätzen wissen.

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