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Feierliche Buchveröffentlichung „Markusevangelium – Eisenach diskutiert“

Am Mittwochabend, 27. April, veröffentlichte die StartUp Kirche Eisenach im AWE Museum das Buchprojekt „Markusevangelium – Eisenach diskutiert“ anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Bibelübersetzung auf der Wartburg. Auch Vertreter*innen der Stadt nahmen an der Veranstaltung teil. Oberbürgermeisterin Katja Wolf sagte in ihrem Grußwort: „Gerade in der gegenwärtigen Lage vermeintlicher Sprachlosigkeit, ist das Buchprojekt ein wichtiger Baustein im Veranstaltungsreigen des Jubiläums.“

Aktuelle Themen und lebensrelevante Fragen
Die feierliche Veranstaltung, moderiert von Pastorin Cordula Lindörfer, stellte die Autor*innen des Buches in den Mittelpunkt. Die 70 Besucher*innen der Veranstaltung bekamen durch die Interviews einiger Teilnehmer*innen einen ersten Eindruck von den Themen, die als Reaktion auf die von Luther übersetzen Worte des Markusevangeliums, angesprochen wurden. Jürgen Stolze, Pastor der evangelisch-methodistischen Kirche Eisenachs, warb für ein Ringen um den Kern der biblischen Texte und deren Bedeutung in unserer Zeit und Kultur – gerade auch bei schwer zugänglichen Passagen.

Sven Lindig (Geschäftsführer LINDIG Fördertechnik GmbH) und Ralf-Uwe Beck (Sprecher des Landesverbandes Mehr Demokratie e. V. Thüringen) nahmen Bezug auf aktuell politische Themen wie die Corona-Pandemie oder die Flüchtlingssituation an den europäischen Außengrenzen. Zum Schluss schilderten drei Teilnehmer*innen, wie sie persönlich ermutigt wurden bei der Bearbeitung der biblischen Texte. Lydia Schindler gab Einblick in ihre Situation als Künstlerin während des Lockdowns und dem Vertrauen, das sie durch das Lesen der Texte neu gewann. Shpetim Alaj, Präsident des THSV Eisenach, sah in Luther und Jesus Gleichgesinnte im Einstehen für die eigene Überzeugung. Hans B. Plager erzählte, inspiriert von den Bibelworten und aus seiner Erfahrung als Leiter des Hospiz St. Elisabeth in Eisenach, wie man sich auf den Tod als Lebensfinale vorbereiten kann. „In den Beiträgen des Abends wurde deutlich, dass die alten Worte der Bibel höchstaktuelle Diskussionen auslösen und Antworten auf lebensrelevante Fragen geben“, fasst Cordula Lindörfer den Abend zusammen. „Ich wünsche mir, dass das Jubiläum 500 Jahre Bibelübersetzung dazu beiträgt, dass Menschen sich – erneut oder zum ersten Mal – mit den alten Worten der Bibel auseinanderzusetzen.“

Kostenfrei an drei Orten erhältlich
Auch in der musikalischen Umrahmung des Abends begegneten sich die Jahrhunderte. Thomasius vom Lerchensang spielte auf mittelalterlichen Instrumenten Musik aus Luthers Zeiten und Bastian Coburger, der ebenfalls einen Beitrag im Buch verfasste, übernahm den zeitgenössischen Teil. Im Anschluss blieben die Besucher*innen bei kühlen Getränken und Snacks zu persönlichen Gesprächen zusammen.

Die Gestaltung des hochwertig gedruckten Buches übernahm die Grafikagentur setzepfandt&partner, die abwechslungsreichen Porträtfotos lieferte Tobias Kromke von tk flashlight. Ab sofort kann das Buch „Markusevangelium – Eisenach diskutiert“ kostenfrei an folgenden Verteilorten bezogen werden: Buchhandlung Leselust, Lutherhaus Eisenach, Eisenacher Stadtbibliothek.

Das Projekt „Markusevangelium – ein Eisenacher Diskurs“ wird durch die lokale „Partnerschaft für Demokratie“ Eisenach und Wutha-Farnroda unterstützt und durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit „Denk Bunt“ gefördert. Weitere Förderer sind die Stiftung Bibellese, die Stiftung christlicher Medien und der Fachdienst Kultur der Stadt Eisenach.

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