Geisterstunde im Landestheater Eisenach

Bildquelle: © Birgit Hupfeld – The Addams Family, Landestheater Detmold
Premiere von „The Addams Family” mit haarigem Gast
Am Samstag, den 4. Juli 2026 feiert das Landestheater Eisenach um 19.30 Uhr seine letzte Premiere in dieser Spielzeit. Mit „The Addams Family“ zieht eine ziemlich schrullige und im wahrsten Sinne des Wortes schrecklich makabre Großfamilie – sämtliche Ahnen, verkörpert durch die Ballettkompanie, sind auch mit von der Gruselpartie – ins Große Haus ein. Wie auch das Schauspielensemble gehört zur Produktion (Musikalische Leitung: Benjamin Trostdorf, Léonie Thomas Salfeld; Regie und Choreografie: Julia Grunwald; Bühne: Robert Schrag; Kostüme: Danielle Jost) ein besonderer Gast aus dem Landestheater Detmold: der charmante und weltgewandte Cousin Itt als freundliche Leihgabe.
Der Erfinder und Namensgeber der Addams Family, der US-amerikanische Cartoonist Charles Samuel Addams, zeichnete erste Entwürfe der morbiden Truppe zu Beginn der 1930er Jahre. Mitte der 1960er Jahre und in den 1990ern feierte die Familie als Serie beziehungsweise Filme große Erfolge – und spätestens seit dem Netflix-Erfolg „Wednesday“ sind Morticia, Gomez und Co. weltweit in aller Munde.

Im Musical „The Addams Family” von Marshall Brickman, Rick Elice und Andrew Lippa aus dem Jahr 2009 dreht sich alles um die Liebe. Wednesday möchte heiraten, allerdings keinen Grufti, sondern den Normalo Lucas Beineke. Dafür hat sie ein Abendessen mit ihrer Familie, ihrem Verlobten und dessen Eltern arrangiert, um die bevorstehende Hochzeit zu verkünden. Mutter Morticia willigt unter der Bedingung in die Verabredung zum Dinner ein, dass nach dem Essen das Spiel „Sag die Wahrheit“ gespielt wird, bei dem jeder einen Schluck aus dem Familienkelch trinken und dann ein Geheimnis preisgeben muss. Weil Wednesdays kleiner Bruder Pugsley die Heirat verhindern möchte, da er befürchtet, seine Schwester könnte in Zukunft nicht mehr die Zeit finden, ihn liebevoll zu quälen, präpariert er den Kelch mit einem finsteren Wahrheitsserum. Als Lucas‘ farbenfröhliche Mutter davon nippt, enthüllt sie nicht nur ein wohlgehütetes Geheimnis, sondern lässt auch ihrer lasziven Grufti-Seite freien Lauf.