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HEIMAT hören startet

Kann man Heimat hören? Das Rauschen der Wälder vielleicht oder das Plätschern eines Baches, den Verkehr auf den Straßen, das Krähen der Hähne am Morgen, das Brummen der Kühe auf der Weide – all das sind Geräusche, die sich vielleicht mit einem Heimatgefühl verbinden.

Heimat, das ist aber auch der Schwatz über den Gartenzaun hinweg, das sind die Gerüchte, die Anekdoten und all die Geschichten, die Menschen einander erzählen. Und das sind die Dinge, die aufbewahrt werden, weil sie an Geschichten von Menschen und vom Leben in der Heimat erinnern. Jeder Ort hat solche besonderen Stücke, die – manchmal seit Generationen – in Ehren gehalten werden. Die einen Platz in der Heimatstube oder im Museum gefunden haben. Jeder dort aufbewahrte Gegenstand hat eine Geschichte über Heimat zu erzählen. Und da sind zum Glück noch immer Menschen in den Museen beschäftigt, die diese Geschichten zu erzählen wissen, die sie weitergeben, damit sie nicht vergessen werden. Diese Geschichten zu bewahren und für alle hörbar, und damit erlebbar zu machen, ist Ziel des Projektes HEIMAT hören, welches das Landratsamt Wartburgkreis initiiert hat.

Viele Projektpartner, darunter der Heimatverein Tiefenort und zahlreiche weitere Heimatvereine und Museen, wirken daran mit, diese Geschichten aus unserer Heimat nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. So haben die Thüringer Ehrenamtsstiftung, die Wartburg-Sparkasse, die Firma Hirschvogel Eisenach GmbH und der Wartburgkreis Gelder bereitgestellt, die es ermöglichen, dass 15 Objekte und ihre Geschichten aus 15 Museen unseres Landkreises aufgenommen, bewahrt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können. Damit wurde Anne Göhring vom Büro LAND-LAB aus Berlin beauftragt. Sie bringt viel Erfahrung im Sammeln und Bewahren von Geschichten mit – da sie bereits in mehreren anderen Orten im ländlichen Raum ähnliche Projekte umgesetzt hat.

In den letzten Tagen des Oktobers und im November wird nun mit den Tonaufnahmen in den Museen gestartet und Fotos der besonderen Schätze werden gemacht. Landrat Reinhard Krebs dankt allen Museen, die sich an diesem Projekt beteiligen wollen und besonders denjenigen, die sich beworben haben, aber dieses Mal noch nicht mit einem Ausstellungsstück dabei sein können. Er wünscht und hofft auf eine Fortsetzung und Erweiterung des Projektes.

Ich bin gespannt auf die Geschichten aus unserer Heimat und wünsche allen Beteiligten eine erfolgreiche und inspirierende Zusammenarbeit, so der Landrat.

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