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Höhere Löhne auf dem Dach

Bildquelle: © IG BAU | Tobias Seifert
Stark gefragt: Wer im Dachdeckerhandwerk arbeitet, hat derzeit alle Hände voll zu tun. Jetzt gibt es für die Beschäftigten in der Branche mehr Geld.

140 Beschäftigte in Dachdeckereien | IG BAU: „Jetzt Einkommens-Check machen“
Klima-Handwerk macht sich für Azubis im Wartburgkreis attraktiver

Höhere Löhne fürs Arbeiten ganz oben: Dachdecker im Wartburgkreis bekommen deutlich mehr Geld. Der Stundenlohn für Gesellen ist zum November auf 20,50 Euro gestiegen – ein Plus von 5 Prozent. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit und ruft die Beschäftigten jetzt dazu auf, ihren nächsten Lohnzettel zu prüfen.

Für Gesellen geht es immerhin um rund 170 Euro mehr im Monat. Wer leer ausgeht, sollte sich an die Gewerkschaft wenden, sagt Ralf Eckardt, Bezirksvorsitzender der IG BAU Erfurt.

Insgesamt gibt es im Wartburgkreis nach Angaben der Arbeitsagentur 29 Dachdeckerbetriebe mit derzeit rund 140 Beschäftigten.

Auch für eine Inflationsprämie habe sich die IG BAU am Verhandlungstisch stark gemacht:

Es gibt 950 Euro, um zu helfen, die rasant gestiegenen Lebenshaltungskosten aufzufangen. Das Geld kommt in zwei gleichen Raten im Frühjahr 2023 und 2024. Es ist steuerfrei. Auch Sozialabgaben entfallen, sagt Ralf Eckardt.

Ein weiteres Lohn-Plus von 3 Prozent wird es nach Angaben der IG BAU bereits im nächsten Oktober geben.

Außerdem tut sich für viele jetzt auch beim Urlaub etwas. Es gibt bis zu zwei Tage mehr, so Eckardt.

Die Unternehmen setzten zudem auf den Nachwuchs:

Es gehört zum Job der Dachdecker, Solarpanels auf die Dächer zu bringen. Um stärker auf Sonnenenergie im Wartburgkreis zu setzen, braucht das ‚Klima-Handwerk‘ allerdings Azubis. Deshalb wird auch die Ausbildung in Dachdeckerbetrieben jetzt noch attraktiver, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Ralf Eckardt.

Die Ausbildungsvergütung werde für jedes Ausbildungsjahr in zwei Schritten angehoben. So erhalten Auszubildende nach Angaben der IG BAU Erfurt im 3. Lehrjahr künftig 1.260 Euro. Ab Oktober nächsten Jahres sind es dann sogar 1.320 Euro.

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