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Holz- und Schadholzeinschlag in Thüringens Wäldern auf Rekordniveau

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im vergangenen Jahr 5,1 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen.

Der Holzeinschlag stieg gegenüber dem vergangenen Jahr um rund 1,4 Millionen Kubikmeter bzw. 38 Prozent an. Gleichzeitig war dies der höchste Holzeinschlag in Thüringen seit dem Jahr 2007 (Orkan Kyrill). Gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 2014/2019 wurden 77 Prozent mehr Holz eingeschlagen. Dabei resultierten 85 Prozent des gesamten Holzeinschlages aus der Bergung von geschädigtem Holz (2019: 71 Prozent).

Der überwiegende Teil (87 Prozent) des im Jahr 2020 eingeschlagenen Holzes stammte aus Nadelholzbeständen. Insgesamt wurden rund 4,4 Millionen Kubikmeter der Holzarten Fichte, Tanne und Douglasie sowie 0,1 Millionen Kubikmeter Kiefer- bzw. Lärchenholz eingeschlagen. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Einschlag von Nadelholz um mehr als die Hälfte (1,6 Millionen Kubikmeter bzw. 55 Prozent).
An Laubgehölzen wurden dagegen mit rund 0,6 Millionen Kubikmetern insgesamt 0,2 Millionen Kubikmeter bzw. 21 Prozent weniger als im Jahr 2019 eingeschlagen. Nach Holzartengruppen entfielen 95 Prozent des Laubholzeinschlages auf Buche und anderes Laubholz sowie 5 Prozent auf die Holzarten Eiche und Roteiche.
Deutschlandweit wurden im vergangenen Jahr 80,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Der Anteil Thüringens am bundesweiten Holzeinschlag betrug 6 Prozent.

Der Schadholzeinschlag betrug im vergangenen Jahr insgesamt 4,3 Millionen Kubikmeter. Gegenüber dem Jahr 2019 waren das 1,7 Millionen Kubikmeter bzw. 66 Prozent mehr. Als Gründe hierfür werden die Trockenheit der Jahre 2018 und 2019 sowie der Befall mit Borkenkäfern (insbesondere bei Fichten) angegeben. Knapp zwei Drittel des gesamten Schadholzeinschlages entfiel auf die Schadensursache Insekten. Der überwiegende Teil (91 Prozent) des Schadholzes entfiel auf Nadelgehölze und 9 Prozent auf Laubhölzer.

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