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Im Wartburgkreis kann man Heimat hören

Bildquelle: Anne Göhring

15 Museen, 15 Ausstellungsobjekte, 15 Geschichten. Mit dem Projekt „HEIMAThören“ geht der Wartburgkreis neue Wege, um die Museen des Landkreises und ihre gesammelten Schätze einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. 

Im vergangenen Herbst ließ sich Anne Göhring vom Büro LAND-Lab im Auftrag des Büros des Landrates von Museumsakteuren in 15 Orten des Landkreises Geschichten über besondere und ungewöhnliche Objekte der örtlichen Sammlungen erzählen. Es entstanden spannende und berührende Hör-Geschichten, die zugleich auch das Wissen der oft betagten Ehrenamtlichen zur Ortsgeschichte bewahren.

Startschuss für das aufwendige Projekt war im vergangenen Frühjahr. Die Museen waren aufgerufen, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Im Herbst besuchte die 

Diplom-Medienwissenschaftlerin Anne Göhring die ausgewählten Museen, traf sich mit den Museumsakteuren und ließ sich die Geschichten für Tonaufnahmen erzählen. Vom Sauerkrauthobel in Wiesenthal und einem Korkmusterkoffer in Dermbach, über Salzsiedekörbe und Druckklischees in Bad Salzungen, Ösen und Nieten aus Barchfeld, einem Fahrkartenschrank vom ehemaligen Grenzbahnhof Gerstungen, einem Grubentelefon aus Merkers, Hirschkäferhörnermessern aus Steinbach, einem Kuchenbrett aus Schönau, Taschenuhr und Meerschaumpfeife aus Ruhla, einem Gemälde aus Seebach, einer steinernen Krone aus Creuzburg bis hin zu einem Klavier aus Eisenach und Latschen aus Tiefenort führte die Reise für die Tonaufnahmen Anne Göhring in alle Himmelsrichtungen des Landkreises. Um die Objekte noch besser erlebbar zu machen, zeichnete sie auch Geräusche und Klänge auf. So kann man Bäche rauschen, Messer schleifen oder auch Klaviere erklingen hören.

Bildquelle: Anne Göhring

Bildquelle: Anne Göhring

Bildquelle: Anne Göhring

Der sympathischen Tonfrau hinterdrein reiste die Eisenacherin Alexandra Husemeyer und setzte alle ausgewählten Objekte mit liebevollem Blick mit der Kamera in Szene. Beide wurden in den Museen auf das Herzlichste empfangen. 

Landrat Reinhard Krebs war für das Projekt von Anfang an Feuer und Flamme: „Es ist wichtig, den Menschen zu zeigen, wo sie herkommen“, sagt Krebs. „Hierfür leisten die Museen im Landkreis einen wichtigen Beitrag, zugleich sind sie Treffpunkte und wichtige Zentren der Vereinsarbeit. Die Museen langfristig im Gespräch und damit auch am Leben zu halten, das reichhaltige und sehr engagiert gepflegte Kulturerbe der Museen im Wartburgkreis besser sichtbar zu machen und zugleich neue und jüngere Zielgruppen durch den Einsatz digitaler Mittel zur sinnlichen Entdeckung und Auseinandersetzung mit Heimat und Identität einzuladen, sind Ziele unseres wirklich toll umgesetzten HEIMAThören-Projektes. Reinhören lohnt sich!“

In den zurückliegenden Wochen fanden die Hörgeschichten und Fotos zunächst Eingang auf die Website des Landkreises. Unter https://www.wartburgkreis.de/freizeit-tourismus/kulturgut/museen-sammlungen/heimat-hoeren-im-wartburgkreis sind diese nun abrufbar. 

Um die Audiobeiträge einem breiten Publikum zu erschließen, entstanden zudem Videoclips aus den Hörgeschichten und den jeweils zu den Objekten und Museen vorliegenden Fotos. Diese werden in den kommenden Wochen über facebook und Instagram, aber auch auf der Website des Landratsamtes veröffentlicht. 

Finanziert wurde das Projekt von der Thüringer Ehrenamtsstiftung, dem Landratsamt Wartburgkreis, der Wartburg-Sparkasse und der Hirschvogel Eisenach GmbH.

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