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Inflationsrate in Thüringen im Juli 3,7 Prozent

Sprunghafter Anstieg der Verbraucherpreise

Die Verbraucherpreise lagen im Juli um 3,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat Juni um 1,2 Prozent und erreichten einen Indexstand von 110,8 (Basis 2015=100).

Die Jahresteuerungsrate stieg von 2,1 Prozent im Juni auf 3,7 Prozent. Die Verbraucherpreise verzeichneten einen sprunghaften Anstieg in allen Gütergruppen des Warenkorbes. Mit der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung zum 1. Januar 2021 und der Einführung der CO2 Steuer stiegen die Verbraucherpreise bereits seit Jahresanfang kontinuierlich an. Der extreme Anstieg im Juli ist u. a. auf den Preisverfall der Mineralölprodukte im Vorjahr und die Mehrwertsteuersenkung zum 1. Juli 2020 zurückzuführen. Im Vorjahresvergleich wurden die Preise im Juli mit den ermäßigten Preisen vom Juli 2020 verglichen. Dadurch entstand ein preiserhöhender Basiseffekt, welcher sich zusätzlich auf die Höhe der Inflationsrate auswirkte. Besonders hohe Steigerungsraten verzeichneten im Jahresvergleich Energieprodukte (+11,4 Prozent), darunter Heizöl, einschließlich Umlage (+29,7 Prozent), Kraftstoffe (+24,3 Prozent) und Fernwärme (+11,9 Prozent), weiterhin Bekleidung und Schuhe (+4,6 Prozent) sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+4,3 Prozent). Nahrungsmittel gehören zum täglichen Bedarf und Preissteigerungen belasten die Haushaltskassen empfindlicher. Deutlich teurer wurden Kaffee, Tee, Kakao (+8,2 Prozent), Gemüse (+7,9 Prozent), Speisefette und Speiseöle (+6,0 Prozent) sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+5,9 Prozent).

Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um durchschnittlich 1,2 Prozent.

Mit Ferienbeginn und der wiedergewonnenen Reisemöglichkeiten erhöhten sich die Preise für Pauschalreisen binnen Monatsfrist um 22,1 Prozent. Verbraucherfreundlich entwickelten sich im Juli die Preise für Bekleidung und Schuhe. Erste saisonale Preisnachlässe sorgten für einen Preisrückgang um 0,8 Prozent.

Bitte beachten:
Nach der Lockerung der Pandemiemaßnahmen wurden die Verbraucherpreise im Juli in den meisten Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen in Thüringen wieder vor Ort erhoben. Für die im
Monat Juli noch nicht angebotenen Dienstleistungen, wie zum Beispiel der Besuch von Sport- und Kulturveranstaltungen, der Besuch von Theater oder von Sprachkursen der Volkshochschule wurden die Preise maschinell berechnet bzw. fortgeschrieben. Die Qualität der Gesamtergebnisse ist gewährleistet.

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