Werbung

Innenminister Trautvetter dankt den Helfern für ihren Einsatz

Auch gestern konzentrierte sich der Einsatz bei der landesweiten Bekämpfung des Hochwassers auf die Landkreise Sömmerda und Kyffhäuserkreis. Für diese Krisengebiete konnte bisher noch keine Entwarnung gegeben werden.

Insgesamt hat sich die Hochwassersituation im Freistaat Thüringen jedoch entspannt. Die Pegel sinken, die Deiche halten den enormen Wassermassen Stand. Das gibt der Einsatzstab des Thüringer Innenministerium in einer weiteren Zwischenbilanz zur Hochwasserlage bekannt (Stand: Sonntag, 05.01.2003, 16 Uhr). Innenminister Andreas Trautvetter dankt den zahlreichen Helfern für ihren «beispielhaften Einsatz». Nach Information des Staatlichen Schulamts bekommen die schulpflichtigen Kinder von Leubingen wegen der Hochwasserlage drei Tage unterrichtsfrei (von Montag, 6. Januar bis einschließlich Mittwoch, 8. Januar).

Die Einsatzschwerpunkte bei der Bekämpfung der Hochwasserlage in Thüringen waren auch am Wochenende die von Überschwemmung bedrohten Regionen Sömmerda und Kyffhäuserkreis. Die Stadt Sömmerda, so das Innenministerium, war bedroht durch einen Rückstau der Unstrut über den so genannten Kanukanal. Dank entsprechender Sicherungsmaßnahmen durch Sandsäcke konnte diese Gefahr im Laufe des Samstags abgewendet werden. Weiterhin angespannt bleibt weiterhin die Situation im Ortsteil Leubingen durch die gewaltigen Wassermassen der Flüsse Unstrut und Lossa, die nördlich von Leubingen zusammenfließen.

Vorbeugend bleiben rund 700 Einwohner aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich evakuiert. Trotz der bisher rund 240000 verbauten Sandsäcke zur Deichsicherung durch 1291 Einsatzkräfte der Feuerwehr, 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks, 156 Polizisten, 200 Bundeswehrsoldaten, 38 Einsatzkräfte weiterer Hilfsorganisationen und durch zahlreiche freiwillige Helfer kam es in der Nacht zum Sonntag zu drei Überflutungen. Die betroffenen Gemeinden Waltersdorf und Scherndorf wurden sofort informiert. Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestand jedoch nicht. Auch drei Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes und Taucher der Polizei unterstützten die Hilfsmaßnahmen.

Innenminister Trautvetter, der sich auch am Wochenende vor Ort über die Sicherungsmaßnahmen informieren ließ, bedankte sich für das große Engagement der Rettungskräfte. «Ohne diese Leistung, auch die der vielen freiwilligen Helfer, wäre der Kampf gegen die Fluten nicht erfolgreich gewesen», betonte der stellvertretende Ministerpräsident.

Auch am Sonntag wurden die Dämme im Bereich Leubingen von 458 Einsatzkräften der Feuerwehr, 128 Mitgliedern des THW, 115 Polizeibeamten und freiwilligen Helfern gesichert. Der Pegelstand der Lossa sinkt langsam.

Durch den Einsatzstab Hochwasser im Thüringer Innenministerium wurden der Hubschraubereinsatz und die Bereitstellung von rund 150 000 Sandsäcken aus Sachsen-Anhalt und Bayern unterstützend koordiniert. Weitere 55 000 Sandsäcke wurden heute (Sonntag) aus Dessau geliefert.

Im Kyffhäuserkreis lag der Einsatzschwerpunkt zwischen Artern und der Gemeinde Reinsdorf (Unstrut). Durch eine Dammsprengung am Samstag wurde eine drohende Überschwemmung im Bereich Artern und Donndorf verhindert.

In den übrigen Landkreisen und Städten normalisiert sich die Lage. Die Pegelstände sind fallend. Einsatzkräfte kontrollieren Pegelstände und den Zustand der Deiche.

Seit Beginn der Hochwasserlage am 2. Januar 2003 waren in den Brennpunkten rund 5000 Kräfte (Feuerwehr, Polizei, THW, Bundeswehr, Sonstige) im Einsatz.

Werbung
Top