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Investitionen der Thüringer Industrie im Corona-Jahr 2020 rückläufig

Die Investitionen der Thüringer Industrie lagen 2020 unter dem Höchststand des Vorjahres. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik investierten die Industriebetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten 1,5 Milliarden Euro und gaben somit gegenüber dem Vorjahr 7 Prozent weniger für die Anschaffung von Sachanlagen aus (-111 Millionen Euro).

In Ausrüstungsgüter wie Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden 1,3 Milliarden Euro angelegt. Das waren 129 Millionen Euro bzw. 9 Prozent weniger als 2019. Die Investitionen in bebaute Grundstücke und Bauten beliefen sich auf 175 Millionen Euro (+11 Prozent). Für die Anschaffung von Grundstücken ohne Bauten wurden 10 Millionen Euro ausgegeben (+5 Prozent).

In der Mehrzahl der Branchen war ein Rückgang der Investitionstätigkeit zu beobachten. Den höchsten nominalen Rückgang verzeichnete die Branche „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen“ mit 61 Millionen Euro (-28 Prozent), wie schon 2019 (-51 Millionen Euro).

7 Branchen verzeichneten 2020 dennoch ein Investitionsplus. Insbesondere in den Branchen „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ und „Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen“ wurde ein deutlicher Anstieg der Investitionen festgestellt. Mit einem dynamischen Investitionszuwachs von 119 Millionen Euro (+110 Prozent) bzw. 16 Millionen Euro (+57 Prozent) erreichten die Investitionen hier branchenspezifische Höchstwerte.

Investitionsstärkster Wirtschaftszweig war 2020 erstmals die „Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden“ mit 227 Millionen Euro.

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