Kleiner Zaunkönig ganz groß, Mehlschwalben machen sich rar

Der NABU Thüringen äußert sich zu den Ergebnissen der Stunde der Gartenvögel 2024

Bildquelle: © Fotonatur / NABU

Bestes Frühlingswetter lockte am langen Wochenende vom 9. bis 12. Mai zum Vögel zählen in Gärten, Parks und auf den Balkon. Mehr als 2.100 Menschen haben an der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ in Thüringen teilgenommen. Jetzt liegen die Ergebnisse von Deutschlands größter Citizen-Science-Aktion vor. Auf Platz eins der am häufigsten gesichteten Vögel landete in Thüringen – wie auch in den letzten Jahren häufig – der Hausperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise und Star.  Diese Platzierung setzt sich auch bundesweit durch.

Das überdurchschnittlich warme Frühjahr hat sich offenbar in der Vogelwelt bemerkbar gemacht, indem einige Arten früher zurückgekehrt oder mit der Brut gestartet sind, sagt Klaus Lieder der Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie beim NABU Thüringen.

Daran habe auch der kurze Kälteeinbruch im April nichts geändert. Beispielsweise wurde der Zilpzalp bei uns in Thüringen um 50 Prozent häufiger gesichtet als im Vorjahr.

Als Zugvogel ist er, wie auch einige andere Arten, etwas früher aus seinem Winterquartier zurück nach Deutschland gekommen.

Ein weiterer Profiteur des milden Winters könnte der Zaunkönig sein. Er wurde im Freistaat um 24 Prozent häufiger gemeldet als im Vorjahr. Die Art sei anfällig für lange Kälteperioden, die es im vergangenen Winter nicht gegeben habe. 

Weniger gute Nachrichten gibt es von den Mehlschwalben zu berichten. Mit minus 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, sind die insektenfressenden Vögel ziemlich abgestürzt. Klaus Lieder vermutet, dass dies vor allem mit Kälteperiode im April zu tun hat. 

Infos zu den Ergebnissen: www.NABU-Thueringen.de/stunde-der-gartenvoegel   

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