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Konjunktur im Wartburgkreis

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Corona-Pandemie, hohe Preise, gestörte Lieferketten und Fachkräftemangel bremsen Aufschwung aus

Noch im Herbst 2021 gehegte Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der regionalen Wirtschaft müssen verschoben werden. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen dominieren weiterhin die konjunkturelle Entwicklung. Zahlreiche Betriebe kämpfen mit unterbrochenen Lieferketten, Rohstoffknappheit, enorm gestiegenen Preisen sowie dem sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel. Derzeit fehlen die entscheidenden Impulse, um das Vorkrisenniveau wieder zu erreichen. Wichtig ist deshalb, alle Wachstumskräfte im Inland zu mobilisieren: mit Investitionen in Bildung und Digitalisierung, weniger Bürokratie und ein investitionsfreundlicheres Steuersystem.

Mit 104 von 200 möglichen Prozentpunkten liegt der Konjunkturklimaindex, der sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen und Pläne für die kommenden Monate berücksichtigt, auf dem Niveau des langjährigen Durchschnitts.

Die Einschätzung der aktuellen Situation fällt branchenübergreifend schlechter aus als noch im Herbst 2021. 31 Prozent der Befragten beurteilen die momentane Geschäftslage mit „gut“, 20 Prozent votieren mit „schlecht“. Bei der vorherigen Umfrage lag dieses Verhältnis noch bei 52 zu 7 Prozent, erklärt Wigbert Kraus, Leiter der Regionalbüros Eisenach, Bad Salzungen und Mühlhausen der IHK Erfurt.

Auch die Äußerungen zu den Erwartungen und Plänen für die nächsten Monate haben sich verschlechtert. Ein Viertel der Unternehmer im Wartburgkreis rechnet mit einer Verbesserung der Geschäftslage, 28 Prozent blicken aber skeptisch auf die Zukunft

Das Thema Fachkräfteknappheit spiegelt sich in den Beschäftigungsplänen der Firmen deutlich wider. Die überwiegende Mehrzahl der Unternehmer (79 Prozent) den aktuellen Mitarbeiterbestand beibehalten. Für 17 Prozent steht die Einstellung von weiterem Personal auf der Tagesordnung.

Als wesentlichen Risikofaktor definieren die Unternehmer neben den weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie den wachsenden Fachkräftemangel, die Energie- und Rohstoffpreise sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, erklärt Wigbert Kraus weiter.

Fazit: Der Weg der konjunkturellen Erholung ist langwierig und steinig. Viele Unternehmen sind von einer normalen Geschäftstätigkeit noch weit entfernt. Es ist deshalb umso wichtiger, dass sich private Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland wieder lohnen. Gerade die Steuer- und Finanzpolitik muss in dieser Situation einen wichtigen Beitrag leisten

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