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Konjunktur in der Wartburgregion

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Die konjunkturelle Entwicklung in der Wartburgregion hat sich zu Jahresbeginn 2020 wieder leicht verbessert. Der Konjunkturklimaindex erreicht 95 von 200 möglichen Prozentpunkten und liegt damit immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt von 104 Prozent.

Sowohl die Beurteilung der aktuellen Situation als auch die Erwartungen und Pläne für die nächsten Monate fallen etwas besser aus als noch im Herbst 2019, interpretiert René Piel, Leiter der Regionalen Service-Center Eisenach, Wartburgkreis und Unstrut-Hainich-Kreis, die Umfrage.

Das ist das Ergebnis der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 800 Firmen in Nord- und Mittelthüringen.

Bei den Beschäftigungsplänen ergeben sich folgende Ergebnisse: In der Wartburgregion plant branchenübergreifend die Mehrzahl (64 Prozent) der Unternehmer den aktuellen Mitarbeiterbestand beizubehalten. Neueinstellungen spielen auch wieder eine Rolle. Der Beschäftigungssaldo bewegt sich mit -11 weiterhin nahe dem langjährigen Durchschnitt von ‑10.

Das Investitionsklima hat sich branchenübergreifend wieder aufgehellt. Der Saldo erreicht nun einen Wert von -10 und bewegt sich damit klar über dem Niveau des langjährigen Durchschnitts von -20.

Hauptmotive der Investitionen sind die Deckung des Ersatzbedarfs und Rationalisierungen, erklärt Piel.

Der anhaltend hohe Fachkräftebedarf und die vergebliche Suche nach geeigneten Mitarbeitern ist weiterhin für 64 Prozent der rund 800 befragten Unternehmer in Nord- und Mittelthüringen das Geschäftsrisiko Nummer Eins. Unverändert kritisch wird auch die Höhe der Arbeitskosten eingeschätzt. Jeder zweite Unternehmer sieht darin ein Risiko. Personalintensive Bereiche sind davon besonders betroffen. Bei den eingetrübten Geschäftserwartungen blicken viele Unternehmen mit Sorge auf die Wirtschaftspolitik. Im internationalen Wettbewerb droht der heimische Standort ins Hintertreffen zu geraten. Gründe dafür sind u.a. die im Vergleich zu anderen Ländern hohe Steuerbelastung und die wachsende Bürokratie.

Auch die Umweltpolitik und strukturelle Veränderungen in der Automobilindustrie – hin zur Elektromobilität – werden immer häufiger als Gefahren benannt. Die Unternehmen sind vielfach in Sorge, dass die Klimaschutzgesetzgebung zur Belastung wird, erklärt René Piel weiter.

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