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Krankheiten des Kreislaufsystems 2018 erneut häufigste Todesursache in Thüringen

Bildquelle: Werbeagentur Frank Bode | www.werbe-bo.de

Im Jahr 2018 verstarben 29.824 Thüringer Bürger, davon 14.824 Männer und 15.000 Frauen. Das waren 463 Personen bzw. 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik betrug das durchschnittliche Sterbealter 78,3 Jahre (2017: 78,1 Jahre). Die Thüringer Männer verstarben im Durchschnitt mit 74,9 Jahren, die Frauen mit 81,6 Jahren (2017: 74,6 bzw. 81,5 Jahre). Das Sterbealter stieg damit insgesamt, wie auch bei beiden Geschlechtern, an.

Die häufigste Todesursache stellte auch im Jahr 2018 eine Krankheit des Kreislaufsystems dar. Auf diese Erkrankung ließen sich 39,9 Prozent aller Todesfälle zurückführen (11.909 Fälle). Stündlich erlagen durchschnittlich 1,4 Einwohner Thüringens dieser Todesursache. Davon waren Frauen mit einem Anteil von 54,6 Prozent häufiger betroffen als Männer, deren Anteil bei 45,4 Prozent lag. Infolge von Kreislauferkrankungen starben insbesondere ältere Menschen. 10.307 Personen bzw. 86,5 Prozent waren 70 Jahre und älter. Das durchschnittliche Sterbealter bei diesem Krankheitsbild betrug 81,7 Jahre und lag damit 3,4 Jahre über dem durchschnittlichen Sterbealter in Thüringen. Auch hier war ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern zu verzeichnen. Während die Männer an einer Kreislauferkrankung im Alter von durchschnittlich 77,9 Jahren starben, erreichten die Frauen mit derselben Todesursache durchschnittlich ein Alter von 84,9 Jahren. Rund jeder 7. Verstorbene, der an einer Krankheit des Kreislaufsystems verstarb, erlag einem akuten Myokardinfarkt (1.755 Fälle bzw. 14,7 Prozent).

Die zweithäufigste Todesursache im Jahr 2018 war mit 7.061 Fällen bzw. einem Anteil von 23,7 Prozent eine Neubildung von Körpergewebe (Neoplasie). Darunter erlagen 97,5 Prozent bzw. 6.887 Thüringer einer bösartigen Neubildung. Ein Jahr zuvor betrug der Anteil der an Neubildungen Gestorbenen an den Sterbefällen 23,9 Prozent. Von den Personen, die einer Neubildung erlagen, waren 6.240 Personen bzw. 88,4 Prozent 60 Jahre und älter. Das mittlere Sterbealter lag bei 74,1 Jahren.

Im Jahr 2018 betrug die Zahl der Sterbefälle infolge von Krankheiten des Atmungssystems, als dritthäufigste Todesursache, 2.200 Fälle.

In weiteren 1.449 Fällen bzw. bei 4,9 Prozent führten Verletzungen, Vergiftungen und bestimmte andere Folgen äußerer Ursachen (nicht natürlicher Tod) zum Tod. Im Jahr 2017 betrug der Anteil 5,2 Prozent. Bei den nicht natürlichen Sterbefällen waren Männer mit einem Anteil von 60,1 Prozent etwas häufiger betroffen als Frauen mit 39,9 Prozent. Durch Suizid beendeten 315 Menschen ihr Leben, wobei der Anteil der Männer mit 78,1 Prozent mehr als dreimal so hoch war wie der Anteil der Frauen mit 21,9 Prozent. Das mittlere Sterbealter bei dieser Todesursache betrug 61,4 Jahre.

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