Leichter Rückgang der Adoptionen im Jahr 2022

Tiefststand der zur Adoption vorgemerkten Kinder und Jugendlichen am Jahresende

Im Jahr 2022 wurden in Thüringen 56 Jungen und 39 Mädchen adoptiert. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entsprachen die insgesamt 95 Adoptionen einem Rückgang um 5 Verfahren bzw. 5,0 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021. Damit lag der Wert unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre von 99,6 Verfahren.

Rund die Hälfte (53 Kinder bzw. 55,8 Prozent) der adoptierten Kinder war unter 3 Jahren alt, 12 Kinder (12,6 Prozent) waren im Alter zwischen 3 und 5 Jahren, 15 Kinder (15,8 Prozent) zwischen 6 und 11 Jahren und weitere 15 Kinder bzw. Jugendliche (15,8 Prozent) im Alter zwischen 12 und 17 Jahren.

Bei 43,2 Prozent (2021: 53,0 Prozent) der durchgeführten Adoptionen waren die neuen Eltern nicht mit den Kindern verwandt (41 Verfahren). Von diesen Kindern waren 39 (95,1 Prozent) jünger als 6 Jahre. Dagegen wurden Kinder von 6 bis 17 Jahren überwiegend von Verwandten bzw. dem Stiefvater oder der Stiefmutter adoptiert (93,3 Prozent bzw. 28 Kinder in dieser Altersgruppe).

Die deutsche Staatsangehörigkeit besaßen 92 der 95 adoptierten Kinder (96,8 Prozent).

Die Zahl der am Jahresende 2022 zur Adoption vorgemerkten Kinder und Jugendlichen sank gegenüber dem Vorjahr um 25,0 Prozent auf 18 (2021: 24 Kinder und Jugendliche) und erreicht damit den Tiefststand seit 1993. Demgegenüber lagen den Jugendämtern 134 Adoptionsbewerbungen vor (Ende 2021: 155 Bewerbungen). Am Jahresende 2022 standen damit einem bzw. einer zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen rein rechnerisch 7 mögliche Adoptiveltern gegenüber (Ende 2021: 6 Adoptiveltern).

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