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Logistiker diskutieren am Flugplatz Eisenach über Digitalisierung und Automatisierung

Bildquelle: © Envato

Branche braucht Innovationsschub

Lieferkettenprobleme, Personalmangel und steigende Energiekosten setzen die Logistikbranche zunehmend unter Druck. Gleichzeitig steigt durch den wachsenden E-Commerce-Bereich der Bedarf an schnellen und effizienten Logistiklösungen.

Die Branche braucht einen Innovationsschub, um den veränderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, sagt Sven Lindig, Geschäftsführer der LINDIG Fördertechnik GmbH sowie Vorstand im Logistik Netzwerk Thüringen.

Gerade für die Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen sei es wichtig, die Möglichkeiten neuer Technologien zu nutzen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Wie das gelingen kann, darüber diskutieren Unternehmer und Wissenschaftler beim ersten LogistikRadar am 14. September am Flugplatz Eisenach-Kindel.

Ein zentraler Ansatz ist die Auswertung großer Datenmengen durch Künstliche Intelligenz. So lassen sich Muster erkennen und Bedarfsprognosen entwickeln, auf die beispielsweise im Online-Handel durch Vorbestellungen frühzeitig reagiert werden kann. Auch können so häufig gleichzeitig nachgefragte Güter gebündelt und damit Transportwege eingespart werden. Daten und deren gezielte Auswertung helfen aber nicht nur Unternehmen dabei, sich selbst zu optimieren. Mit den richtigen KI-Tools lassen sich auch globale Zusammenhänge und Veränderungen im Markt besser verstehen und Prognosen für die eigene Mengenplanung und Logistik ableiten.

Ein weiteres Innovationsfeld stellen autonome Transportsysteme dar, mit deren Hilfe sich Materialflüsse in Lagern und Produktionsstätten automatisieren lassen. Diese können mittels intelligenter Steuerungsmethoden selbstständig optimale Routen finden und in Echtzeit auf Veränderungen reagieren. Dadurch kann auch dem Personalmangel entgegengewirkt und die Belegschaft für komplexere Tätigkeiten aus- und weitergebildet werden.

Der erste LogistikRadar wird in Kooperation zwischen der Messe Erfurt und LINDIG Fördertechnik organisiert und soll sich zum zentralen Treffpunkt für Experten aus der Logistikbranche in Thüringen entwickeln.

Thüringen ist ein wichtiger Logistikstandort insbesondere für die schnelle Verteilung von Waren innerhalb Deutschlands und Europa. Unser Ziel ist es, die Branche beim digitalen Wandel zu unterstützen und so die Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche zu sichern und weiter auszubauen. Veranstaltungen wie der LogistikRadar sind wichtige Impulsgeber für diese Entwicklung, betont Joachim Werner, Vorstandsvorsitzender im Logistik Netzwerk Thüringen.

Logistik Netzwerk Thüringen e.V.
Das Logistik Netzwerk Thüringen e.V. ist eine im Jahr 2008 gegründete Kooperationsgemeinschaft von Spezialisten aus allen Zweigen der Branche. Neben Speditionen, Verladern und Kontraktlogistikern vereint das Netzwerk Unternehmen aus den Bereichen Kombinierter Ladungsverkehr, IT und E-Commerce, Forschung und Entwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie logistiknaher Dienstleistungen, Verbände und öffentlicher Verwaltung.
Ziel des Vereins ist die Stärkung des Standorts Thüringen als europäische Distributionsdrehscheibe sowie die Etablierung zum zentralen Logistik-Standort für E-Commerce in Deutschland. Um dieses zu erreichen, entwickelt das Netzwerk mit und für die Mitglieder zukunftsfähige, nachhaltige und bedarfsorientierte Lösungen für die Logistikbranche.

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