Mehr Hautkrebsdiagnosen

BARMER warnt vor erhöhtem Risiko durch UV-Strahlung

Angesichts immer mehr Hautkrebsdiagnosen rät die BARMER vor allem jungen Menschen, sich intensiver vor UV-Strahlung zu schützen.

Schon fünf Sonnenbrände bis zum 20. Lebensjahr erhöhen das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, um 80 Prozent, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER Thüringen.

Laut BARMER diagnostizierten Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2021 bei rund 62.000 Menschen im Freistaat weißen Hautkrebs. Im Jahr 2012 waren es noch rund 53.000. Das entspricht einem Anstieg von 17 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Der richtige Sonnenschutz für eine gesunde Zukunft
Neben dem weißen Hautkrebs gab es der BARMER-Hochrechnung zufolge im Jahr 2021 rund 13.000 Fälle von schwarzem Hautkrebs in Thüringen (2012: rund 12.600) Er gilt als besonders gefährlich, da er über die Lymph- und Blutbahnen Metastasen streuen kann, während weißer Hautkrebs örtlich begrenzt bleibt. Beide Krebsarten werden durch UV-Strahlung begünstigt.

Besonders Menschen mit einem helleren Hauttyp sollten achtsam sein, da sie ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs haben. Es ist daher ratsam, die Sonne gerade zur Mittagszeit so gut es geht zu meiden und sich mit langer, luftdurchlässiger Kleidung und einem Hut vor den UV-Strahlen zu schützen. Sonnencreme mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor ist unverzichtbar, sagt BARMER-Landeschefin Dziuk und rät Eltern, Kinder schon von klein auf an Sonnenschutzmaßnahmen zu gewöhnen. An sonnigen Tagen sollte das Auftragen von Sonnencreme zu den morgendlichen Alltagsroutinen gehören, empfiehlt Dziuk.

Hautkrebsscreening wird zu selten in Anspruch genommen
Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser lässt er sich behandeln. Gesetzlich Versicherte können deshalb ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening durchführen lassen. Im Jahr 2021 nahmen 8,7 Prozent der gesetzlich versicherten Frauen und 7,3 Prozent der gesetzlich versicherten Männer in Thüringen dieses Angebot wahr.

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