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Mehr Krankschreibungen durch Atemwegsinfekte

In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ist die Rate besonders hoch

Atemwegsinfekte haben in Thüringen in den letzten beiden Monaten des Jahres 2021 zu besonders vielen Krankschreibungen geführt. Das geht aus einer BARMER-Analyse der Kalenderwochen (KW) 45 bis 53 über mehrere Jahre hervor. In der Spitze waren demnach voriges Jahr Anfang Dezember mehr als 2.100 BARMER-Versicherte wegen typischer saisonaler Atemwegsinfekte arbeitsunfähig. Laut der Analyse, in der keine Corona-, Grippe- oder Pneumonie-Fälle enthalten sind, entspricht das 274 je 10.000 Krankengeld-Anspruchsberechtigten. In KW 49 des Jahres 2020 gab es dagegen knapp 1.200 Betroffene und im Vergleichszeitraum des Jahres 2019, also wenige Monate vor Pandemiebeginn, gut 1.700 arbeitsunfähige BARMER-Versicherte mit Atemwegsinfekten.

Die Erkältungswelle war im vergangenen Winter vergleichsweise flach. Deshalb dürfte der Antikörperschutz bei vielen Menschen nun etwas geringer sein, wodurch Atemwegsinfekte leichter auftreten können, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen.

Auch in den letzten beiden Kalenderwochen des Jahres 2021 habe es mehr Atemwegsinfekte gegeben als in den Vorjahreszeiträumen. Hier sei die Zahl der Krankschreibungen wegen der Weihnachtsferien aber grundsätzlich geringer.

Mitteldeutschland stark betroffen
Wie aus der BARMER-Analyse weiter hervorgeht, ist die Rate der Krankmeldungen wegen Erkältungskrankheiten in der 49. Kalenderwoche vorigen Jahres nur in Sachsen-Anhalt (280 je 10.000) und Sachsen (276 je 10.000) noch höher gewesen als in Thüringen. Am geringsten betroffen war Hamburg (115 je 10.000).

Die notwendigen Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie unterdrücken auch die üblichen saisonalen Atemwegsinfekte und die Grippe. Auch aus diesem Grund sollten die Abstands- und Hygieneregeln dringend eingehalten werden, sagt Birgit Dziuk.

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