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Minister Hoff: „Die Wasserversorgung in vielen Regionen Thüringens ist derzeit ausreichend“

Als Folge des Klimawandels hat es in den letzten beiden Jahren zu selten und wenn, dann zu wenig geregnet. Auch das Frühjahr 2020 brachte bisher nur geringe Niederschläge mit sich. Es ist jedoch wichtig, genau hinzuschauen. Denn regional gab es große Unterschiede bei den Niederschlagsmengen. In vielen Regionen Thüringens befinden wir uns im Normalbereich und das stimmt mich hoffungsvoll für die Lage in der Landwirtschaft und im Forst, sagte Agrarminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff gestern (19.5.) im Rahmen der Kabinettsitzung.

Der aktuelle Sachstand zur Witterung und Ertragserwartung in der Landwirtschaft war gestern Thema im Kabinett. Minister Hoff präsentierte die Prognose zu den Entwicklungen der landwirtschaftlichen Erträge und dem Futteranbau, die das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) erstellt hat.

Die Analyse zeigt, dass das Niederschlagsaufkommen zwischen Juli 2019 bis März 2020 im Eichsfeld, in Südwestthüringen, im Ostthüringer Schiefergebirge und Ostthüringer Lößgebiet sowie den nordöstlichen Randlagen des Thüringer Beckens sich im Normalbereich des vieljährigen Wertes bewegt hat (97 Prozent bis 111 Prozent ). Anders sieht es im Inneren des Thüringer Beckens sowie dessen westlichen und südlichen Bereichen aus. Hier fielen nur 73 bis 91 Prozent des normalen Niederschlages, am südöstlichen Randbereich 95 Prozent.

Die Bodenwasserversorgung der landwirtschaftlichen Kulturen in Thüringen müssen daher regional sehr differenziert betrachtet werden:

Es ist eine gute Nachricht, dass im Eichsfeld, in Südwestthüringen sowie im Ostthüringer Schiefergebirge die Wasserversorgung der Böden ausreichend ist. Hingegen ist der Bodenwasservorrat vor allem im Thüringer Becken begrenzt, so Hoff. Noch ist die Lage nicht bedrohlich, aber wir brauchen in den nächsten Tagen und Wochen ausreichende Niederschläge.

Nicht nur fehlender Regen, auch der milde Winter stellt die Landwirte möglicherweise vor Herausforderungen. In einigen Regionen steigen die Mäusepopulationen stark an.

Mehr Niederschlag in den kommenden Wochen würde auch den Anstieg der Mäusepopulationen ausbremsen, der in einigen Regionen bereits beobachtet wird, so Hoff. Wir werden die Auswirkungen der Wetterverhältnisse weiterhin genau beobachten.

 

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