Ministerin Karawanskij und Minister Tiefensee diskutieren zur Wiederbelebung der Innenstädte

Auf Einladung der IHK Erfurt und des Gewerbevereins Gotha nehmen Thüringens Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute an einem runden Tisch zur Leerstandbewältigung und Situation des Handels in den Innenstädten und Ortskernen des Freistaats teil. Im Leerstandsbereich des Kaufhaus Moses in Gotha diskutieren sie mit Vertreter:innen von Kommunen und Gewerbevereinen die aktuellen Herausforderungen sowie mögliche Lösungsansätze zur Wiederbelebung der Innenstädte nach der Corona-Pandemie.

Als Unterstützungsmöglichkeiten zur Wiederbelebung der Innenstädte und Ortskerne standen insbesondere Fördermittel für Kommunen und die gewerbliche Wirtschaft, aber auch Imagekampagnen zur Vielfalt der Innenstädte im Fokus.

Die Veranstaltung hat nochmals unterstrichen: Die Wiederbelebung unserer Innenstädte ist eine große Herausforderung, die wir nur breit aufgestellt und weit vernetzt bewältigen können, so Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij. Mit der Thüringer Städtebauförderung verfügen wir über ein wirkungsvolles Instrument, nachhaltige städtische Strukturen zu schaffen und zu bewahren. Insbesondere im Programm ,Lebendige Zentren‘ werden Stadt- und Ortskerne aufgewertet und revitalisiert sowie als multifunktionale Standorte gesichert, fügt sie hinzu.

Die moderne Innenstadtentwicklung muss die Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten in den Fokus nehmen. Hier sehe ich viele Chancen, aus den Leerständen mittels Nach- und Umnutzungen neue verschränkte und attraktive städtische Räume zu schaffen. Als Beispiel seien hier etwa die erfolgreichen Co-Working-Spaces oder auch Pop-up-Stores genannt, die wir auch im Blick haben, etwa mit unserem Existenzgründungspass. Damit können sich Gründer in einen Co-Working-Space einmieten und erhalten dafür einen Zuschuss von uns. Solche Trends und Entwicklungen sollten stärker in den Fokus genommen werden. Das geht nur gemeinsam, weshalb das Aktionsbündnis weiterhin meine volle Unterstützung hat, sagt Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.

Unter anderem im Rahmen der Thüringer Begleitforschung zum Stadtumbau wird die Leerstandsentwicklung im Freistaat analysiert. Mit Stand Dezember 2020 lag die Leerstandsquote in den Programmgemeinden im Schnitt bei 7,9 Prozent. Dabei war eine regional sehr unterschiedliche Entwicklung zu verzeichnen. Fast die Hälfte der Programmgemeinden verzeichneten eine Leerstandsquote von über zehn Prozent.

Ganz aktuell wird die Leerstandsproblematik zudem im Rahmen der „Einzelhandelserfassung 2022 für Thüringen“ abgefragt. Deren Ziel ist eine verlässliche Planungsgrundlage für die Raumordnung und Landesplanung des Freistaats. Von September bis Dezember 2022 wurden Einzelhandelsbestand und Ladenleerstände flächendeckend im Freistaat erhoben. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet und analysiert. Konkrete Ergebnisse sind voraussichtlich Ende März 2023 zu erwarten.

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