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Mit uns nicht, Herr Habeck

Südthüringer Handwerk fordert Konsequenzen in Reaktion auf den Auftritt des Bundeswirtschaftsministers in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ vom 6. September und die folgenden Versuche der Klarstellung aus dem Bundeswirtschaftsministerium vom 7. September

Mit seinen fatalen Äußerungen fern jeglicher Realität der wirtschaftlichen Abläufe hat der Bundeswirtschaftsminister nicht nur mangelnde Kompetenz gezeigt sondern vor allem den Unternehmerinnen und Unternehmern, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Zeiten von Krise und Existenzängsten offen ins Gesicht geschlagen, so der Vizepräsident der Handwerkskammer Südthüringen Mike Kämmer.

Die Unkenntnis des Ministers zur prekären Lage des Handwerks mit all seinen Sorgen und Nöten sei unverantwortlich. Es geht für tausende von Unternehmen schlichtweg ums nackte Überleben.

Das Handwerk lebt vom Verbraucher, also vom rentablen Verkauf von Dienstleistungen und Produkten. Dafür hat Herr Habeck die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, das ist sein Job und nicht Ideologiepolitik vom anderen Stern und fernab jeglicher Realität. Herr Habeck müsste wissen, dass Handwerksbetriebe nicht nur die Garanten jeglicher funktionierender Infrastruktur sondern auch das Rückgrat einer stabilen Volkswirtschaft sind. Einfach mal für eine Zeit zu machen, das mag im politischen Berlin vielleicht funktionieren, in der Wirtschaft nicht, so die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Südthüringen Manuela Glühmann.

Das Südthüringer Handwerk fühlt sich von einer derartigen Ignoranz der aktuellen Probleme und eigener verfehlter politischen Entscheidungen, wie sie Herr Habeck am vergangenen Dienstag gezeigt hat, vor den Kopf geschlagen.

Es ist nicht akzeptabel, dass der oberste Verantwortungsträger funktionierender Wirtschaftsstrukturen unseres Landes öffentlich äußert und so deutlich zeigt, dass das Wohl unserer Mitgliedsunternehmen wohl nicht Teil seiner politischen Philosophie ist.

Verschärft wird dieser Eindruck durch die versuchten Klarstellungen und Einlassungen des Ministeriums am gestrigen Tag, die gezeigt haben, dass es sich nicht um einen abendlichen verbalen Ausrutscher des Ministers in einer Talkshow handelt, sondern man im Ressort von Herrn Habeck mit mehreren Metaphern für Unternehmensschließungen arbeitet, wohl aber keine Lösungen zu deren Vermeidung hat.

Die Handwerksmeister und Unternehmer wissen wie Wirtschaft funktioniert, haben diese es doch auch von der Pike auf gelernt und verstehen ihr Handwerk. So sind die Forderungen des Südthüringer Handwerks deutlich: Eine Rückkehr von der Ideologiepolitik zur Realitätspolitik, welche die Interessen aller Teile der Gesellschaft und der Wirtschaft gleichberechtigt sicherstellt.

… und Herr Bundeswirtschaftsminister: Machen Sie Ihre Hausaufgaben!

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