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Modellprojekt Moped-Fahrerlaubnis mit 15 Jahren durch Engagement Thüringens bundesweit möglich

Nach dem Beschluss der Verkehrsministerkonferenz können alle Bundeländer das Mindestalter beim Moped-Führerschein auf 15 Jahre absenken.

Das ist ein guter Tag für Thüringer Jugendliche. Mit der Optionslösung haben wir den Durchbruch geschafft, dass Moped mit 15 dauerhaft möglich sein wird, sagt Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller nach der heutigen Verkehrsministerkonferenz in Hamburg. Auch wenn Moped mit 15 weiterhin nur in den Bundesländern gelten wird, die dies eingeführt haben bzw. einführen werden, freut mich dies sehr. Dass andere Länder auf Grund regionaler Gegebenheiten keinen Bedarf an einem Moped mit 15 sehen, respektieren wir. Für Thüringer Jugendliche bedeutet die Optionslösung, dass sie in Thüringen und in den Ländern, die vom Moped mit 15 Gebrauch machen, fahren dürfen, so Keller.

Das Modellprojekt Moped mit 15 wurde am 1. Mai 2013 in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen gestartet. In der Folgezeit kamen weitere Bundesländer hinzu. Ziel des Modellversuchs ist, die Mobilität der Jugendlichen im ländlichen Raum zu erhöhen und den Erwerb von Zweiradführerscheinen zu erleichtern. Wissenschaftlich begleitet wurde untersucht, wie sich die Absenkung des Mindestalters auf 15 Jahre bei der Fahrerlaubnisklasse AM auswirkt und ob diese in Dauerrecht überführt werden kann.

Aus Sicht der Modellversuchsländer sind die mit dem Modellversuch anvisierten Ziele erreicht worden, sagte Verkehrsministerin Birgit Keller

Hintergrund

In den drei Modellversuchsländern haben vom 1. Mai 2013 bis Ende 2017 27.500 Jugendliche die Moped-Fahrerlaubnis mit 15 Jahren erworben. Im Frühjahr 2018 hat das BMVI insbesondere auf Initiative von Thüringen das Modellprojekt um 2 weitere Jahre bis Ende April 2020 verlängert und nun bestätigt.

Vor allem häufig geäußerte Vorbehalte bestätigten sich nicht. So zeigte die aktuelle Thüringer Unfallstatistik 2017 erneut, dass von den jungen Verkehrsteilnehmern kein Risiko ausgeht. Bei den Teilnehmern ist der Anteil der Verkehrsauffälligkeiten sehr gering. Die Jugendlichen bestätigen, dass sie verantwortungsvoll am Verkehr teilnehmen. Mit dem Führerschein ab 15 sammelten sie frühzeitig Fahrerfahrungen und können Risikosituationen besser einschätzen.

Obwohl von den 2017 erteilten Mopedführerscheinen 91 Prozent 15-Jährige waren, gab es keine signifikanten Auffälligkeiten dieser Gruppe in der Unfallstatistik.

Andrea T. | | Quelle:

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