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Neuer Entgelttarifvertrag bringt deutliche Verbesserungen

Am 24.01.2019 fand in Erfurt die erste Tarifrunde für einen neuen Entgelttarifvertrag für die ca. 30.000 Beschäftigten im Thüringer Gastgewerbe statt. In Verantwortung für das Gastgewerbe im Freistaat Thüringen und zur Sicherung der Fachkräfte erreichten die Tarifparteien in der ersten Verhandlungsrunde den Durchbruch.

Nach einem langen Verhandlungstag einigten sich die Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten (NGG) mit der Tarifkommission des DEHOGA Thüringen e.V. und schlossen einen neuen Entgelttarifvertrag für das Thüringer Gastgewerbe ab.

Zu Beginn der Verhandlungen lagen die Positionen der Tarifvertragsparteien weit auseinander. In einer intensiven und konstruktiven Verhandlung konnte ein guter Tarifabschluss für die nächsten 36 Monate erreicht werden. So steigen alle Entgelte im Geltungsbereich Hotel und Gaststätten ab dem 01.02.2019 um 4,0 %, zum 01.01.2020 um 3,65 % und zum 01.01.2021 um weitere 3,65 %. Für den Bereich des Caterings finden die Erhöhungen ebenso Anwendung, aber es wurden für die unteren Bewertungsgruppen abweichende Stichtage vereinbart.

Es war uns wichtig gerade vor dem massiven Fachkräfte- und Nachwuchsmangel einen Entgeltabschluss hinzubekommen, der für unsere Mitarbeiter attraktiv ist, aber auch von den Unternehmern getragen werden kann, so Mark A. Kühnelt, Präsident des DEHOGA Thüringen e.V. Unsere Mitgliedsunternehmen wollen gern angemessene Vergütungen zahlen, brauchen aber auch Planungssicherheit, deshalb war uns eine Laufzeit von 36 Monaten sehr wichtig, so Dirk Ellinger, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Thüringen e.V.

Da es für die Zukunft des Gastgewerbes wichtig ist, die Branche für Auszubildende attraktiv zu machen, steigen die Ausbildungsvergütungen während der Laufzeit zwischen 11 und 19 % in den nächsten 36 Monaten, jeweils zum 01.08. des Jahres.

Ein guter Schritt in die richtige Richtung, so Uwe Ledwig, Verhandlungsführer und Landesvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten.

Ledwig weiter: „Es ist aber noch ein ordentlicher Weg zurückzulegen, um für alle Beschäftigten in der Branche Entgelte zu erreichen, von denen man gut leben und auskömmlich in den Ruhestand gehen kann. Das bleibt unser Ziel, dass erreichen wir aber nur mit den Beschäftigten, die dafür einstehen.“

Wir brauchen insgesamt und da sind sich die Sozialpartner einig, für unsere Branche eine höhere gesellschaftliche Anerkennung. Wir sind gern Dienstleister und arbeiten immer dann, wenn unsere Gäste diese Leistungen haben wollen, das ist eben am Abend, am Wochenende und an den Feiertagen. Dies hat aber auch seinen Preis, den wir erzielen müssen, um unsere Kosten zu decken, unsere Mitarbeiter entsprechend zu bezahlen sowie auch die Unternehmer und ihre Familien, da wir vorwiegend kleine Familienunternehmen im Thüringer Gastgewerbe haben, ein angemessenes Einkommen zu sichern, so Dirk Ellinger abschließend.

Jens Löbel, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten Thüringen wünscht sich auch, „dass die Gäste nachvollziehen, dass gute Arbeit zu fairen Tarifverträgen auch eine Akzeptanz beim Bezahlen erfordert.“

Er rät ferner den Beschäftigten, sich ihre Lohnabrechnung im Februar genauer anzusehen.

Tut sich nichts, so Löbel abschließend, dann sollte der Arbeitgeber auf den neuen Tarifabschluss hingewiesen werden.

Andrea T. | | Quelle:

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