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Olé – Spanierin rockt den Rennsteig

Wer lange genug gewartet hatte auf die Pummpälz-Wettkämpfe, der wurde mit dem ersten Zyklus beim Pummpälzfest im August belohnt.

Die 6. TEAG-RENNSThike-World Championship, 18. Asklepios-TriTrekk, 12. Rund-um-den-Hohen-Kissel-Radjagd und eine Lutherwanderung zu dessen Entführungsstelle prägten das Geschehen und boten endlich wieder ein lang ersehntes Gemeinschaftserlebnis mit Sportlern der unterschiedlichsten Spezies aus 6 Nationen.

Zunächst starteten am frühen Samstagmorgen des 7. AUG die Extremsten der Extremen im fernen Blankenstein an der Saale hellem Strande beim 170 km XTREM-Marsch, wohlgemerkt nonstop. Am Abend desselbigen Tages taten es ihnen die 100 km-Marschierer ab Masserberg gleich, ehe ihnen sonntags früh ab Ahorn-Hotel in Friedrichroda die Marathonspezialisten folgten. Ihr Ziel – die Weltmeisterstadt Gumpelstadt, die ihren Titel den vormaligen Moto-Cross-Weltmeisterschaften und jetzigen Wanderweltmeisterschaften verdankt.

Als Erste in der Königsdisziplin, dem XTREM-Marsch, erreichte eine Spanierin das Ziel. Die gebürtige Litauerin Elena Segzdaite brach alle Rekorde und drückte die bisherige Rekordzeit unter 28 Stunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwas mehr als 6 km/h entspricht. Bei den Männern kam als Sieger der Hallenser Volker Ernst glückstrahlend ins Ziel und rettete als einziger die Ehre der Männerwelt. Der diesjährige XTREM-Marsch bestätigte erneut die Regel, dass aufgrund seiner Härte nur etwa ein Viertel der Gestarteten das Ziel erreichen.

Der Rennsteig bot erneut nach zwei Wintereinlagen mit Schnee im Mai der vergangenen Jahre seine raue Seite. Beim diesmaligen Hochsommertermin kam es bei den nächtlichen Märschen zu erheblichen Sichtbeeinträchtigungen durch Nebel und starken Regengüssen. Trotz aller Wettereinflüsse sorgten auf allen Strecken rührige Helfer für Stimmung und Motivationen, sodass selbst ein einfaches Fettbrot zu einem Hochgenuss werden konnte. Durchweg spendeten die Aktiven der Dankesworte viele darüber.

Am Sonntag, dem 8. AUG, traten zwei weitere Wettbewerbe in das Blickfeld des Geschehens. Der 18. Asklepios-TriTrekk begann mit seiner Kanudisziplin auf dem Burgsee von Bad Salzungen. Die zweite Disziplin des TriTrekks, das Radfahren, teilten sich die Triathleten mit den Radjägern der 12. Rund-um-den-Hohen-Kissel-Radjagd“. Der 31-km-Kurs verlangte den Aktiven alles ab, zumal ein Bergsprint zum 650 m Hohen Kissel einen Kissel-Kaiser oder eine Kissel-Kaiserin suchte. Kissel-Kaiser des Jahres 2021 wurde Kevin Dohl aus Kaltenborn und erhielt dafür das Kaisertrikot, das nunmehr ein Jahr lang bis zum nächsten Wettbewerb getragen werden darf.

Der Radjäger des Jahres 2021 und damit Gesamtsieger wurde Levin Gutsche aus Waldfisch sozusagen auf seiner Hausstrecke. Die TriTrekker hatten nach dem Radfahren noch eine Laufstrecke durch den Moorgrund zu absolvieren. In der Gesamtwertung schaffte erneut das Duo Max Kühirt/Ralf Messerschmidt die Wiederholung ihres vorjährigen Sieges. Die ebenfalls favorisierten Suhler Teams vom Fitnesscube by Lydia wurden leider von veralteten Streckenkennzeichnungen der kürzlich stattgefundenen Skirollerwettkämpfe irritiert und damit ausgebremst.

Alle Wettbewerbe der vergangenen Tage fanden durch die zeremonielle Siegerehrung ihren krönenden Abschluss. Im geselligen Zusammensein danach wurde freudig auf Möhraer Rostbratwürste nebst leckeren Kuchen, Apoldaer Wanderburschen und -mädel, Rhöner Pummpils und anderen Getränken zugegriffen.

Die Ergebnisse unter www.rennsteig-wander-wm.de

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