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Rückenleiden: So unterschiedlich sind Thüringer Beschäftigte betroffen

Zum Tag der Rückengesundheit am 15. März – Wie häufig Thüringer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wegen Rückenleiden krankgeschrieben sind, hängt unter anderem vom ausgeübten Beruf ab. Muskel-Skelett-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit, meist treten sie in Form von Rückenleiden auf. Das zeigt der BARMER Gesundheitsreport. So liegt der Krankenstand aufgrund von Rückenleiden in Thüringens Post- und Zustelldiensten bei 4,1 Prozent. Dieser Wert ist mehr als zehn Mal so hoch wie etwa bei Beschäftigten in der Informatikbranche, wo der Krankenstand 0,4 Prozent beträgt. Der thüringenweite Schnitt bei Beschäftigten aller Berufsgruppen liegt in Bezug auf Muskel-Skelett-Erkrankungen bei 1,3 Prozent, was 4,9 Tagen im Jahr entspricht.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine Bürotätigkeit ausüben, sind in der Regel weniger häufig betroffen als solche, die einer körperlich fordernden Arbeit nachgehen. Auch in Berufsgruppen wie der Lagerwirtschaft, im Metallbau und im Maschinenbau, wo besonders viele Thüringerinnen und Thüringer arbeiten, sind Rückenleiden die Hauptursache für Krankschreibungen, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Thüringen.

Beschäftigte in der Lagerwirtschaft seien im Schnitt 8,6 Tage im Jahr wegen Rückenbeschwerden krankgeschrieben. Im Metallbau sind es den BARMER-Auswertungen zufolge 7,8 Tage. Im Maschinenbau sind es 8,1 Tage, was bundesweit der Höchstwert ist. Am niedrigsten sind die Werte im Bereich der Hochschullehre und Forschung, wo Thüringer Beschäftigte im Schnitt nur 0,7 Tage im Jahr wegen Rückenleiden krankgeschrieben.

Bedeutsam für den Wirtschaftsstandort Thüringen

Ein gesunder und starker Rücken ist grundlegend für Lebensqualität und Erfolg im Alltag. Dazu zählt auch die Arbeitswelt. Dementsprechend ist es immens wichtig, dass Unternehmen entsprechende Angebote für ihre Beschäftigten schaffen und die Gesundheitsförderung im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements aktiv begleiten, so BARMER-Landeschefin Birgit Dziuk weiter.

Für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen, sprich mehr als 90 Prozent der Arbeitgeber in Thüringen, sei das eine besondere Herausforderung. Häufig würden die notwendigen Ressourcen fehlen, um der Belegschaft ein professionelles Gesundheitsmanagement anbieten zu können.

Diese Aspekte sind auch für den Wirtschaftsstandort Thüringen insgesamt von Bedeutung. Die Themen Prävention und Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt auch für kleine und mittelgroße Unternehmen wesentlich besser zugänglich zu machen, ist ein notwendiger Schritt angesichts demografischen Wandels, Mangel an Fachkräften und hoher Krankenstände, sagt Birgit Dziuk.

Die BARMER und die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin organisieren deshalb seit einigen Jahren Unternehmensnetzwerke im Rahmen des Projekts „Gesund arbeiten in Thüringen“. Darin wird gemeinsam mit mehr als 30 Thüringer Unternehmen erforscht und erprobt, wie Gesundheitsförderung auch in kleinen Unternehmen in ländlichen Regionen erfolgreich gelingen kann.

Weitere Informationen zur Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt:

www.gesund-arbeiten-in-thueringen.de

www.barmer.de/f000004

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