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Schlachtungen und Fleischerzeugung in Thüringen 2020

Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Jahr 2020 nach vorläufigen Ergebnissen 345.000 als tauglich beurteilte Tiere (ohne Geflügel) geschlachtet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um knapp zwei Drittel (-600.300 Tiere bzw. -64 Prozent).

Die rückläufige Entwicklung begründet sich auf verringerte Schlachtkapazitäten in Thüringen im Bereich der Schweineschlachtungen. Die Zahl der geschlachteten Schweine sank gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 604.900 Tiere bzw. 71 Prozent. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr noch 244.300 Schweine geschlachtet. Die Anzahl der geschlachteten Rinder erhöhte sich dagegen um rund 4.600 Tiere bzw. 5 Prozent auf insgesamt 93.200 Tiere. Die Zahl der geschlachteten Schafe verringerte sich geringfügig um 144 Tiere bzw. 2 Prozent auf insgesamt 6.540 Tiere. Bei den Ziegen wurde ein Anstieg um 198 Tiere bzw. 30 Prozent auf insgesamt 867 Tiere registriert.

Von den 345.000 in Thüringen geschlachteten Tieren entfielen 97 Prozent auf gewerbliche Schlachtungen. Rund 10.900 Tiere waren Hausschlachtungen. Die Zahl der Hausschlachtungen blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant.

Aus den geschlachteten Tieren wurden im vergangenen Jahr rund 53.200 Tonnen Fleisch erzeugt. Aufgrund der rückläufigen Schweinschlachtungen verringerte sich die Schlachtmenge gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte (-55.600 Tonnen bzw. -51 Prozent).

Auf die einzelnen Fleischarten entfielen im Berichtszeitraum gegenüber 2019:
• 29.400 Tonnen Rindfleisch (+1.900 Tonnen bzw. +7 Prozent), darunter 133 Tonnen Kalbfleisch (+25 Tonnen bzw. +23 Prozent)
• 23.600 Tonnen Schweinefleisch (-57.400 Tonnen bzw. -71 Prozent)
• 156 Tonnen Schaffleisch (-1 Tonne bzw. -1 Prozent)
• 16 Tonnen Ziegenfleisch (+4 Tonnen bzw. +30 Prozent)
• 5 Tonnen Pferdefleisch (-3 Tonnen bzw. -34 Prozent)

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