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Systemrelevante Ernährungsindustrie: Gewerkschaft NGG fordert höhere Löhne

130 Beschäftigte in Eisenach sollen 2021 profitieren

Mehr Geld für Ernährer: Die Löhne der rund 130 Menschen, die in Eisenach in der Lebensmittelbranche arbeiten, sollen im neuen Jahr deutlich steigen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Wer Obst und Gemüse verarbeitet, Nudeln herstellt oder Getränke abfüllt, macht gerade in Pandemiezeiten einen unverzichtbaren Job. Dafür sollen die Beschäftigten eine faire Anerkennung bekommen, sagt Jens Löbel, Geschäftsführer der NGG-Region Thüringen.

Seit Beginn der Coronakrise gilt die Ernährungsindustrie offiziell als systemrelevant. Die Arbeitsbelastung hat nach Beobachtung der Gewerkschaft deutlich zugenommen.

Ob beim Backwarenhersteller oder beim Produzenten von Tiefkühlkost – Überstunden und Extra-Schichten sind in vielen Werken seit Monaten an der Tagesordnung, um die Grundversorgung an Lebensmitteln sicherzustellen. Ohne den Einsatz der Beschäftigten gäbe es längst wieder leere Supermarktregale, betont Löbel.

Für sie fordert die NGG je nach Betrieb und Wirtschaftslage Lohnerhöhungen zwischen 3,5 und 5,5 Prozent.

30 Jahre nach der Wiedervereinigung müssten die Löhne in Eisenach endlich den Verdiensten in den vergleichbaren Betrieben Westdeutschlands angepasst werden, so Löbel weiter.

Die Ernährungswirtschaft gilt als viertgrößter Industriezweig Deutschlands. In Thüringen beschäftigt die Branche laut Arbeitsagentur rund 21.000 Menschen in 750 Betrieben.

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