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Thüringer Handwerkskammern fordern schnelle unbürokratische Soforthilfe

Bildquelle: © THT / HWK
Die drei Präsidenten von links: Klaus Nützel, HWK für Ostthüringen, Manfred Scharfenberger, HWK Südthüringen und Stefan Lobenstein, HWK Erfurt.

Die Präsidenten der drei Thüringer Handwerkskammern Manfred Scharfenberger, HWK Südthüringen; Stefan Lobenstein, HWK Erfurt und Klaus Nützel, HWK für Ostthüringen erklären:

Die Corona-Krise stellt auch in Thüringen alle Beteiligten vor immense Herausforderungen. Das Bemühen der Landesregierung, die sich stetig ändernde Lage zu bewerten und Lösungen zu schaffen, ist durchaus erkennbar.

Es wird aber auch ganz deutlich, dass viele Entscheidungen getroffen werden, deren Folgen nicht bedacht sind. Wir brauchen jetzt schnellstmöglich in Thüringen klare Signale für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, insbesondere im Handwerk. Die Verunsicherung ist immens. Viele Existenzen von Betriebsinhabern, ihren Mitarbeitern und deren Familien stehen auf dem Spiel.

Deshalb fordern wir schnelle und unbürokratische Nothilfe für die Unternehmen – jetzt.

Es muss ohne Zeitverzug ein Soforthilfeprogramm für diese Unternehmen aufgelegt werden. Deshalb schlagen wir eine nach Erwerbstätigenzahl gestaffelte Soforthilfe in folgender Höhe vor:
– bis zu 5 Erwerbstätige 5.000 Euro
– bis zu 10 Erwerbstätige 7.500 Euro
– bis zu 50 Erwerbstätige 15.000 Euro
– bis zu 250 Erwerbstätige 30.000 Euro.

Diese Soforthilfe sollte binnen einer Woche nach Antragsstellung ausgezahlt und als Entschädigung angesehen werden. Der Freistaat Bayern hat bereits solch ein Soforthilfeprogramm aufgelegt, an dem sich der Freistaat Thüringen orientieren kann.

Wir brauchen in diesen schwierigen Zeiten in den Unternehmen Sicherheit. Hier ist die Landesregierung gefordert, das notwendige Vertrauen mit schnellen und klar durchstrukturierten Maßnahmen zu schaffen. Dabei ist es wichtig, auch klare Aussagen zur zeitlichen Dauer dieser Maßnahmen zu geben und die Betroffenen frühzeitig und umfassend zu informieren.

Gelingt uns das nicht, droht eine Flut von Geschäftsaufgaben und Insolvenzen der Unternehmen. Doch braucht es diese Unternehmen für eine funktionale Volkswirtschaft jetzt und nach der Krise. Daher sind sie mit allen Mitteln und Instrumenten am Markt zu halten. Dazu gehören aber auch weitere flankierende Schritte, beispielsweise die sofortige Beendigung der vorfristigen Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen und vieles mehr.

Wir brauchen jetzt eine Situation, in der das Handwerk und die mittelständische Wirtschaft als tragende Säulen unserer Gesellschaft Vertrauen in die getroffenen Maßnahmen haben, die Unternehmensexistenz wahren und auch für die Zeit nach dieser Krise Zuversicht gewinnen können.

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