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Thüringer Industrie im Juni 2021: Rekordumsatz von 3,0 Milliarden Euro

Im 1. Halbjahr Umsatzplus von 14 Prozent gegenüber krisenbelastetem Vorjahreszeitraum

Der Monat Juni entwickelte sich außergewöhnlich positiv. Die Thüringer Industrie erzielte im Juni 2021 rund 3,0 Milliarden Euro Umsatz. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, lagen die Umsätze (bei einem Arbeitstag mehr) in den Industriebetrieben mit 50 und mehr Beschäftigten um 24,2 Prozent bzw. 592 Millionen Euro über dem Vorjahresmonat, auf dessen Ergebnisse massiv die weltweit getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus einwirkten.

Im 1. Halbjahr 2021 erreichten die Industriebetriebe einen Gesamtumsatz von 16,4 Milliarden Euro, eine Umsatzsteigerung von 2,0 Milliarden Euro (+14,2 Prozent).

Zur positiven Umsatzentwicklung trugen sowohl die Inlandsumsätze mit einer Steigerung von 1,2 Milliarden Euro bzw. 13,7 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro als auch das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 812 Millionen Euro bzw. 15,2 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum bei. Die Exportquote lag bei 37,4 Prozent. Insgesamt wurden Waren für 6,1 Milliarden Euro exportiert.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte die Mehrzahl der Branchen ihre Umsätze steigern, insbesondere die Branchen:

  • Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+471,1 Millionen Euro; +29,2 Prozent)
  • Herstellung von Metallerzeugnissen (+418,9 Millionen Euro; +24,4 Prozent)
  • Metallerzeugung und -bearbeitung (+200,9 Millionen Euro; +40,3 Prozent)
  • Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+199,8 Millionen Euro; +23,2 Prozent) sowie
  • Maschinenbau (+187,0 Millionen Euro; +14,4 Prozent)

Den höchsten Umsatzrückgang weist die Branche Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen aus.

In den Monaten Januar bis Juni 2021 waren in den Thüringer Industriebetrieben durchschnittlich 140 756 Personen beschäftigt und damit 3 930 Personen weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-2,7 Prozent). Im Vorjahresvergleich war damit den 17. Monat in Folge ein Beschäftigtenabbau zu registrieren. Mit 810 Betrieben gab es im Juni 25 Betriebe weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Das Statistische Landesamt dankt allen auskunftspflichtigen Betrieben und Unternehmen für die Übermittlung ihrer Daten und die damit verbundene Bereitstellung einer wichtigen Entscheidungsgrundlage für Politik und Verwaltung zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Krise.

Weitere Auskünfte erteilt:
Sabine Sturm
Telefon: 03 61 57 334-32 51
E-Mail: Sabine.Sturm@statistik.thueringen.de

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