Thüringer Stromproduktion 2022

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf 63,8 Prozent gestiegen

Symbolbild

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Im Jahr 2022 wurden in Thüringen 10.674 Gigawattstunden (GWh) Strom(1) erzeugt. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich diese erzeugte Strommenge um 6,4 Prozent, meldet das Thüringer Landesamt für Statistik. Um den gesamten Strombedarf aller Thüringer Verbraucher decken zu können, wird Strom auch aus anderen Bundesländern bezogen. Die Höhe des Stromimports kann erst mit der Gesamtenergiebilanzierung für 2022 bestimmt werden. Im Jahr 2021 wurden 5.356 GWh Strom aus anderen Bundesländern importiert.

Die Erzeugung von Ökostrom erhöhte sich um 13,9 Prozent. Damit stieg der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern auf 63,8 Prozent.

Die Höhe der Ökostromproduktion ist vor allem auf die Stromerzeugung aus Windkraft zurückzuführen. Mit Hilfe der Windenergie wurden 3 068 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom gewonnen. Ihr Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien betrug diesbezüglich 45,0 Prozent. Auf dem 2. Rang der klimafreundlichen Stromproduktion standen Photovoltaikanlagen. Sie stellten 1.818 Millionen kWh (26,7 Prozent) Strom bereit, was einem Plus von 21,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

© Thüringer Landesamt für Statistik

Aus biomasseverstromenden Anlagen wurden 1.701 Millionen kWh (25,0 Prozent) erzeugt, wobei über die Hälfte aus Biogas stammte. Zu den eingesetzten Biomasseenergieträgern zählen ebenfalls die feste Biomasse wie Holz und Brennlauge, die flüssige Biomasse wie Rapsöl, der biogene Anteil des zu verstromenden Abfalls aus Haus- und Siedlungsabfällen sowie das zu Biomethan aufbereitete Biogas.

© Thüringer Landesamt für Statistik

1) Netto-Stromerzeugung von Kraftwerken der allgemeinen Versorgung, Speicheranlagen, Industriekraftwerken und Stromeinspeisung anderer Marktteilnehmer

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