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Volkstrauertag: zentrales Gedenken in Thüringen dieses Jahr in Eisenach

Bildquelle: © Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Auf dem Eisenacher Hauptfriedhof erinnert die Kriegsgräberstätte an Bombenopfer und das Schicksal bekannter und unbekannter Soldaten.

Die zentrale Gedenkveranstaltung des Freistaats Thüringen am Volkstrauertag findet in diesem Jahr in Eisenach statt. Die Zeremonie beginnt am Sonntag, 14. November, um 14 Uhr auf dem Hauptfriedhof. Den Gedenktag gestalten die Thüringer Staatskanzlei, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und die Stadt Eisenach gemeinsam.

In diesem Jahr steht der Volkstrauertag im Zeichen von „80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion“, denn vor 80 Jahren begann mit der „Operation Barbarossa“ am 22. Juni 1941 der deutsche Überfall auf die Sowjetunion. Neben circa sechs Millionen deutschen und zehn Millionen sowjetischen gefallenen Soldaten ist damit untrennbar das Leid vieler Millionen Zivilisten verbunden, welche die Schrecken von Kriegs- und Gewaltherrschaft wie Massenmord, Hungertod, Vertreibung und Zwangsarbeit erleiden mussten. An unmenschlichen Lebensbedingungen sind viele Menschen gestorben. Ihre Gräber finden sich zum Beispiel auch auf dem Eisenacher Hauptfriedhof.

Auch Schulen beteiligen sich
Ganz bewusst bindet die Stadt Eisenach junge Menschen bei der Gestaltung der Zeremonie ein. Die Goetheschule und die Geschwister-Scholl-Schule bereichern das Programm durch Beiträge. Auch der Posaunenchor Eisenach und ein Musiker des Luftwaffenmusikkorps Erfurt tragen zur Zeremonie bei. Beginn ist um 14 Uhr am Friedhofseingang. Nacheinander werden der Sowjetische Ehrenfriedhof sowie die Kriegsgräberstätte für Bombenopfer und Soldaten des Zweiten Weltkriegs besucht. Friedensgebete und das Niederlegen von Blumen sind vorgesehen. Neben Oberbürgermeisterin Katja Wolf und Hans-Peter Koch, stellvertretender Landesvorsitzender des Volksbunds, wird auch der stellvertretende Ministerpräsident des Freistaats Thüringen und Minister für Inneres und Kommunales, Georg Maier, sprechen.

Wunsch nach Frieden
Die Gräber der Kriegstoten sind als steinerne Zeitzeugnisse Mahnung und Verpflichtung, den seit vielen Jahrzehnten in weiten Teilen Europas herrschenden Frieden nicht als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Weltweit kümmert sich der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge deshalb im Auftrag der Bundesregierung auf über 800 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern um die Erhaltung von mehr als zwei Millionen Gräbern beider Weltkriege. Allein in Thüringen werden die Gräber von etwa 106.000 Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft des 20. Jahrhunderts in Zusammenarbeit mit den Friedhofsverwaltungen und Ehrenamtlichen gepflegt.

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