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Weiterhin Lkw-Verkehr in Dippach und Berka/Werra

Walk fordert Verkehrszählung noch in diesem Jahr

Eine Sperrung der stark belasteten Ortsdurchfahrten in Berka/Werra und Dippach für Lkw wird es nicht geben. Dies ist der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Raymond Walk (CDU), die nun in Drucksache 7/1546 vorliegt, zu entnehmen. Die zuständige Straßenverkehrsbehörde des Wartburgkreises sah demnach keine Veranlassung dazu, entsprechende Verkehrsbeschränkungen anzuordnen. Der Antrag der Stadt Werra-Suhl-Tal wurde auf der Grundlage von § 14 Thüringer Straßengesetz, wonach die Landesstraße entsprechend ihrer Widmung dem Gemeingebrauch für jedermann unterliegt, abgelehnt.

Diese Argumentation erschließt sich mir nicht, zumal eine geplante Verkehrszählung in diesem Jahr gar nicht durchgeführt wurde, so Walk.

Begründet wird dies in der Antwort mit der Coronapandemie.

Dies ist nicht nachvollziehbar. Hier muss noch in diesem Jahr nachgearbeitet werden. Für eine Beurteilung der Lage brauchen wir aktuelle Zahlen, so der Abgeordnete.

Walk hatte auch die Frage aufgeworfen, inwieweit das Land Hessen in die Verkehrsplanung einbezogen wurde, oder inwiefern dies geplant ist. Eine Einbindung der hessischen Straßenbauverwaltung sei nicht vorgesehen, so die lapidare Antwort der Thüringer Landesregierung. Für Walk nicht nachvollziehbar:

Die Grenze zwischen Thüringen und Hessen ist doch keine Staatsgrenze, sondern nur eine Grenze im föderalen System. Ich erwarte, dass die Landesregierung den Kontakt zum Nachbarn aufnimmt und das Problem bespricht.

Dieser Ansicht vertritt auch die Ortsteilbürgermeisterin von Berka/Werra, Nicole Hanig. Sie fordert zudem sowohl in Dippach als auch in Berka/Werra einen Blitzer zu installieren.

Dadurch würden die meisten Fahrer ihre Geschwindigkeit auch der Begrenzung anpassen. Das wäre ein erster Schritt der bei den betroffenen Bürgern gut ankommt, so Hanig.

Die Menschen vor Ort, die tagtäglich den Belastungen von Lärm, Abgasen und Gefahren ausgesetzt sind, haben es verdient, dass ihre Anliegen auch ernst genommen werden. Dazu müssen sie nicht zu Bittstellern werden! Sie erwarten zu Recht Hilfe und Unterstützung durch die Verwaltungen und Behörden, so Walk abschließend.

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