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Wirtschaftsminister Schuster besucht Thüringer CeBIT-Aussteller

Die Thüringer IT-Branche hat sich nach Auffassung von Wirtschaftsminister Franz Schuster auch in den zurückliegenden «konjunkturellen Grippezeiten» als äußerst widerstandsfähig erwiesen. Bei seinem Rundgang auf der och bis Morgen laufenden weltgrößten Messe für Informations- und Kommunikationstechnologie CeBIT sagte Schuster in Hannover: «Eine ganze Reihe der gezeigten Messeneuheiten stammen aus Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Der Ruf Thüringens als Denkfabrik wird eindrucksvoll bestätigt.»

So präsentiert die Jenaer 4 D-Vision ein neues Verfahren zur Darstellung von 3D-Daten in Echtzeit, die junge Erfurter data.Mobile GmbH wartet mit handlichen, mobilen PC’s auf, die einen neuartigen Internetzugang über das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom ermöglichen, und das DAKO EDV-Ingenieur- und Systemhaus aus Jena stellt sein soeben entwickeltes mobiles Erfassungsgerät ME1 zur Prüfung von Personaldokumenten vor. Schwerpunkt des Messeauftritts der Erfurter TechnoTrend AG sind Breitbandanwendungen im Bereich des digitalen Fernsehens. Mit digitalen Kommunikationssystemen für Verkehr und Logistik geht die Hörmann Funkwerk AG an den Start. Das Kölledaer Unternehmen, das allein in den vergangenen vier Jahren seinen Umsatz verdoppeln und die Zahl seiner Mitarbeiter um mehr als 70 auf inzwischen 230 steigern konnte, ist seit März dieses Jahres im NEMAX 50 gelistet. Neue Produkte im ISDN- und Server-Bereich präsentiert schließlich auch die FMN Fernmeldetechnik GmbH aus Nordhausen. Im Beisein von Minister Schuster wurde desweiteren ein Kooperationsvertrag zwischen der Sömmerdaer Mitan Wirtschaftssoftware AG und der Datacomp GmbH aus Augsburg unterzeichnet, im Rahmen dessen gemeinsame Vertriebswege erschlossen werden sollen.

Die Thüringer Kommunikationsbranche umfasst rund 2 600 Unternehmen mit mehr als 14 000 Beschäftigten. Allein im vergangenen Jahr kamen weitere 194 Unternehmen hinzu. Schwerpunkte der Branche liegen auf den Bereichen Computerpro-duktion, Software Engineering und innovative Call Center.

«Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen spielen weltweit in der ersten Liga», sagte Wirtschaftsminister Schuster. Das führt er auch auf das große Potenzial an «innovativen Köpfen» zurück: «Thüringen ist das Land der Tüftler und Erfinder.» So habe der Freistaat im vergangenen Jahr – gegen den ostdeutschen Trend – bei den Patentanmeldungen erneut zulegen können. Nach Angaben des Deutschen Patent- und Markenamtes in München haben Thüringer Forscher und Entwickler im Jahr 2001 insgesamt 792 Patente angemeldet – 30 mehr als noch im Jahr zuvor. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Thüringen das Land mit den meisten Patentanmeldungen im Osten Deutschlands. Mit 32 Patenten je 100000 Einwohnern liegt der Freistaat deutlich vor Sachsen (20), Sachsen-Anhalt (15), Brandenburg (15) und Mecklenburg-Vorpommern (10), lässt inzwischen aber auch westdeutsche Länder wie Schleswig-Holstein (24) und Bremen (30) hinter sich.

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